10.02.2015 18:10
Quelle: schweizerbauer.ch - blu
Getreidemarkt
Frankenstärke: Swiss Granum fordert Massnahmen
Die Schweizerische Branchenorganisation Getreide, Ölsaaten und Eiweisspflanzen Swiss Granum fordert eine Erhöhung des maximalen Zollansatzes für Brotgetreide, eine Aufstockung der Mittel des Schoggi-Gesetzes sowie eine Erhöhung des Einzelkulturbeitrages für Raps und Sonnenblumen. Dies deshalb, um Wertschöpfungsverluste auf dem Schweizer Markt zu verhindern.

Die Aufhebung des Euromindestkurses hat spürbare Folgen auf die Wertschöpfungskette im Getreide-, Ölsaaten- und Eisweisspflanzensektor.

Höherer Zollsatz für Brotgetreide

Bei Brotgetreide bewegte sich der Importpreis vor dem Entscheid der SNB in der Grössenordnung des Referenzpreises von 53 Fr. / 100 kg, schreibt Swiss Granum in einem Communiqué am Dienstagabend. Seit dem Erstarken des Schweizer Frankens liegt dieser Preis aber deutlich darunter. „Mit einem maximalen Zollansatz (inkl. Garantiefondsbeitrag) von heute 23 Fr./100 kg kann der Referenzpreis nicht erreicht werden. Dies wirkt sich auch beim Importpreis für Mehl negativ aus und generiert einen zusätzlichen Druck auf die inländische Produktion und Verarbeitung von Brotgetreide“, so die mahnenden Worte der Branchenorganisation.

Durch den Import vom Brot- und Konditoreiwaren verschärft sich der Importdruck zusätzlich. Deshalb fordert Swiss Granum eine Erhöhung des maximalen Zollsatzes für Brotgetreide auf 30 Fr./100 kg.

Mehr Mittel für Schoggi-Gesetz

Auch wird eine Erhöhung der Mittel im Rahmen des Schoggi-Gesetzes gefordert. Vom Bundesrat wird erwartet, dass er sein Versprechen einhält und einen Nachtragskredit für den Rohstoffausgleich beim Parlament beantragt. Ohne eine Aufstockung der Mittel auf 114,9 Mio. Fr. drohe ein Verlust an Marktanteilen. Die Branchenorganisation befürchtet zudem einen Abbau von Arbeitsplätzen.

Zur Aufrechterhaltung der Konkurrenzfähigkeit der inländischen Ölsaaten verlangt Swiss Granum eine Erhöhung des Einzelkulturbeitrages für Raps und Sonnenblumen um 300 Fr./ha. „Damit kann gewährleistet werden, dass die Schweizer Ölwerke auch in Zukunft mit ausreichend Schweizer Ware versorgt werden können“, betont Swiss Granum.

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