21.04.2018 08:26
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Freiburg
Freiburg verfeinert Richtplan
Nach der Vernehmlassung hat der Kanton Freiburg seine Richtplanrevision teilweise überarbeitet. Laut Freiburger Kantonsregierung wurde der Richtplan im Grossen und Ganzen gut aufgenommen. Einwände gab es insbesondere zum Windenergiekonzept.

Dieser Teil der Richtplanrevision habe am meisten Emotionen ausgelöst, sagte Staatsrat Jean-François Steiert am Freitag vor den Medien. Von den rund 280 eingegangenen Stellungnahmen betrafen etwa hundert die Windenergie.

Entwicklungsstrategie

Daneben wurden unter anderem auch Präzisierungen und Erläuterungen verlangt, etwa zur Entwicklungsstrategie. Der Kanton will vor allem rund um die Stadt Freiburg und die sechs regionalen Zentren Düdingen, Murten, Estavayer, Châtel-Saint-Denis, Bulle und Romont wachsen. Infrage gestellt wurde diese Absicht in der Vernehmlassung jedoch nicht.

Insgesamt begrüssten die Vernehmlassungsteilnehmenden die vorgeschlagene Siedlungsstrategie und die Kriterien für eine Siedlungsentwicklung nach innen, wie der Staatsrat am Freitag mitteilte. Dennoch hat die Kantonsregierung nach der Vernehmlassung einige Änderungen am Richtplan vorgenommen. Diese legt sie in einem eingeschränkten Vernehmlassungsverfahren bei Gemeinden und betroffenen Kreisen nochmals einen Monat auf.

Schwarzsee und Papiliorama

Zu den ursprünglich geplanten sechzig Projektblättern zur Entwicklung des Kantons will der Staatsrat 13 hinzufügen, wie er weiter mitteilte. Dabei geht es unter anderem um die Entwicklung des Skigebiets Schwarzsee, die Erweiterung des Papilioramas in Kerzers oder ein regionales Sportzentrum in Estavayer. Mit den Gemeinden begannen Treffen, um bestehende Fragen und Differenzen zu klären.

Die eingeschränkte Vernehmlassung endet am 20. Mai. Dann wird der Bericht Anfang Juli dem Grossen Rat übergeben. Der Staatsrat wird die definitive Version des Richtplans voraussichtlich im Herbst verabschieden.

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