9.11.2015 15:55
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Raumplanung
Freiburg will Zentren besser vernetzen
Der Kanton Freiburg unternimmt die nächsten Schritte bei der Umsetzung des revidierten Raumplanungsgesetzes des Bundes. Die Regierung will insbesondere die Zentren besser vernetzen und bestehende Infrastrukturen bestmöglich nutzen, bevor man sie ausbaut.

Der Kanton Freiburg hat in den letzten Jahren ein Bevölkerungswachstum erlebt, von dem viele andere Kantone träumen. Auch die Beschäftigung entwickelte sich gut, besonders in den grösseren Agglomerationen und entlang der Autobahn.

Vor diesem Hintergrund macht sich der Kanton Gedanken zu seiner künftigen Raumplanungspolitik. Staatsrat Maurice Ropraz hat am Montag das neue, kantonale Planungsprogramm mit fünf Grundsätzen und 20 Zielen vorgestellt.

Der Kanton strebt eine nachhaltige Entwicklung an. So sollen etwa die Zentren im Kanton besser untereinander vernetzt werden. Dabei geht es nicht nur um die grössten Agglomerationen, sondern auch um Zentren wie Romont, Murten oder Estavayer.
Um den Boden massvoll und nachhaltig zu nutzen will der Kanton die bestehenden Infrastrukturen, etwa für Verkehr, Versorgung, Bildung oder Gesundheit, bestmöglich nutzen. Neue Infrastrukturen sollen nur gebaut werden, wenn deren Notwendigkeit eindeutig nachgewiesen ist und es die finanziellen Mittel erlauben.

Schliesslich soll die Raumplanung im Kanton Freiburg über die Gemeinde- und Regionsgrenzen hinweg gestaltet werden. Dabei müssten mitunter verwaltungstechnische Grenzen in Frage gestellt werden, schreibt der Staatsrat in seinem kantonalen Planungsprogramm.

Das Programm ist die erste Etappe der Gesamtrevision des kantonalen Richtplans. Der Staatsrat hat es zuhanden des Parlaments verabschiedet. Der Grosse Rat debattiert voraussichtlich im Februar darüber.

Die Gesamtrevision des kantonalen Richtplans wurde nötig durch das neue Raumplanungsgesetz auf Bundesebene. Dieses verpflichtet zu verdichtetem Bauen und massvollem Umgang mit dem Boden.

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