10.10.2020 18:40
Quelle: schweizerbauer.ch - pd/jgr
Freiburg
Gaucho: FBV hofft auf Grossen Rat
Erfreut haben der Freiburgische Bauernverband und die Vereinigung der Zuckerrübenpflanzer zur Kenntnis genommen, dass der Freiburger Staatsrat das Anliegen der Zuckerrübenproduzenten unterstützt.

„Das Verschwinden des Schweizer Zuckerrübenanbaus muss verhindert werden“, fordern die beiden Grossräte Fritz Glauser (FDP) und Pierre-André Grandgirard (CVP) in ihrer dringlichen Motion. Diese wurde von 51 Personen unterzeichnet. Der Kanton soll sich bei den Bundesbehörden dafür einsetzen, dass eine befristete Bewilligung für den Einsatz der Saatgutbeize „Gaucho“ für Zuckerrübensamen erteilt wird. Der Staatsrat beantragt nun, die Motion als erheblich und dringlich zu erklären. 

Dieser Entscheid sei für den Freiburger Bauernverband (FBV) und die Vereinigung der Freiburgischen Zuckerrübenpflanzer ein klares Bekenntnis dafür, dass auch in unmittelbarer Zukunft noch Schweizer Zucker hergestellt werden soll, schreibt der Bauernverband in einer Medienmitteilung. 

Das Vergilbungsvirus setzt den Westschweizer Zuckerrüben arg zu. Es drohen massive Mindererträge und die sinkendende Anbaubereitschaft der Landwirte. Alternative Beizungen oder Insektizide mit einer vergleichbaren Wirkung existieren zum heutigen Zeitpunkt nicht. 

Die Folgen: Gelbe anstatt grüne Zuckerrübenfelder weit über die Kantonsgrenze hinaus. Die ganze Westschweiz ist betroffen. Bereits vergangene Woche luden die Freiburger Zuckerrübenpflanzer Politiker zum Austausch ein, um auf ihre missliche Situation aufmerksam zu machen. In seiner Antwort auf die Motion teilt der Staatsrat die Einschätzung der Motionäre. Er weist zu Recht darauf hin, dass bereits mehr als zehn europäische Staaten eine Notzulassung für diese Insektizide erteilt haben.

Der Grosse Rat wird über die kantonale Initiative nächste Woche diskutieren. "Der Freiburger Bauernverband und die Zuckerrübenpflanzer vertrauen nun darauf, dass auch der Grosse Rat die Wichtigkeit und die Dringlichkeit des Anliegens der Zuckerrübenproduzenten anerkennt, damit der Bund die notwendigen Massnahmen zur Rettung der Schweizer Zuckerproduktion ergreift", heisst es weiter in der Medienmitteilung. 

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