19.02.2020 06:00
Quelle: schweizerbauer.ch - aiz
Österreich
Gegen Kürzungen im Agrarbereich
Die österreichische Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger und ihr ungarischer Amtskollegen Istvan Nagy sind sich einig: Sie sind gegen Kürzungen im Agrarbereich.

Die österreichische Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger hat am Dienstag ihren ungarischen Amtskollegen Istvan Nagy in Wien empfangen. Sie waren sich einig, dass Kürzungen im zukünftigen Budget der Gemeinsamen EU-Agrarpolitik (GAP) im Rahmen der laufenden Verhandlungen zum nächsten Mehrjährigen EU-Finanzrahmen 2021 bis 2027 verhindert werden müssen, wie es nach dem Treffen gegenüber der APA hiess.

"Wir waren uns einig, dass die vielfältigen Leistungen der Landwirtschaft abgegolten werden müssen, und das ist nur mit einer dementsprechenden Ausgestaltung der GAP möglich", sagte Köstinger. "Die Absicherung der Gemeinsamen Agrarpolitik hat für uns höchste Priorität. Daher fordern wir ebenfalls eine dementsprechende Ausgestaltung des Agrarbudgets", sagte Nagy. 

Sorgen bei Agrariern

Köstinger hob besonders die Bedeutung der 2. Säule der GAP, der Ländlichen Entwicklung, für Österreich hervor. Hier seien Kürzungen "inakzeptabel". Rund 562 Mio. Euro (596 Mio. Franken) kommen hier jährlich aus der EU, Österreich verdoppelt auf 1,1 Mrd. Euro. )1,16 Mrd. Franken) Es droht aber eine Kürzung um 82 Mio. Euro (87 Mio. Franken) oder 15% auf 480 Mio. Euro (509 Mio. Franken) im Jahr bei den EU-Geldern. Die 1. Säule der GAP, die Direktzahlungen, macht pro Jahr rund 693 Mio. Euro aus. Hier droht für Österreich eine Kürzung von 28 Mio. Euro (30 Mio. Franken), heisst es aus dem Landwirtschaftsministerium. 

Unter Agrariern herrscht die Sorge, dass der landwirtschaftliche Bereich im Tauziehen um den nächsten EU-Finanzrahmen abschmelzen könnte. Die Staats- und Regierungschefs treffen sich am 20. und 21. Februar in Brüssel, wo sie das Mehrjahresbudget für 2021 bis 2027 verhandeln.

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