30.09.2019 12:54
Quelle: schweizerbauer.ch - sal
Parlament
Gewässer: Ziele auch für andere
Die Gewässerbelastung durch Mikroverunreinigungen stammt zu einem kleineren Teil aus der Landwirtschaft und zu einem grösseren Teil aus Gesellschaft, Industrie und Gewerbe. Das nimmt Nationalrat Leo Müller (CVP, LU) zum Anlass für eine Interpellation.

Er will vom Bundesrat wissen, was er konkret unternehme, um die konstant hohen Einträge und Grenzwertüberschreitungen von flüchtigen halogenen Kohlenwasserstoffen (FHKW) signifikant zu reduzieren, und ob er es verantworten könne, dass für Arznei- und Röntgenkontrastmittel in der Gewässerschutzverordnung keinerlei Anforderungen gälten.

«Findet es der Bundesrat richtig, dass der geplante Ausbau der Abwasserreinigungsanlagen (ARA) nur rund 50% des Abwasservolumens erfasst?», ist eine weitere Frage Müllers. Und generell: «Ist der Bundesrat bereit, für andere Bereiche wie Industriechemikalien, Haushaltchemikalien, Arzneimittel, Lebensmittelzusatzstoffe und so weiter Aktionspläne mit konkreten Reduktionszielen, Fristen und Massnahmen zu erlassen?» Für die Pflanzenschutzmittel in der Landwirtschaft gibt es einen Aktionsplan. 

SCHWEIZER BAUER
BEKANNTSCHAFTEN
DER SCHWEIZER BAUER AUF YOUTUBE