1.03.2018 06:34
Quelle: schweizerbauer.ch - sda/blu
Nationalrat
GMF soll flexibler werden
Der Nationalrat will das Programm für die graslandbasierte Milch- und Fleischproduktion flexibler handhaben. Die Vorgabe, wie viel Gras und Heu an das Vieh verfüttert werden darf, soll gelockert werden.

Die grosse Kammer unterstützte am Mittwoch eine Motion von Markus Hausammann (SVP/TG) mit 97 zu 87 Stimmen mit dieser Forderung. Der Vorstoss geht nun an den Ständerat.

Die heutige Vorschrift schränke die Teilnahme am Programm unnötig ein, bemängelte Markus Hausammann (SVP/TG). Silofutter, das auf dem Betrieb nicht verwendet werde dürfe, müsse verkauft und im Gegenzug Rauhfutter eingekauft werden. «Das ist ökologisch unsinnig». Zudem würden bei Sommertrockenheit die Erträge von Grasland massiv sinken, während die Erträge bei Mais stabiler seien. "Trockene Sommer führen daher dazu, dass die GMF-Vorgaben von vielen Betrieben nur über grosse Zukäufe von Wiesen- und Weidefutter erfüllt werden können", so Hausammann. Deshalb seien die Möglichkeiten zum Einsatz von betriebseigenem Mais und Futterrüben sowie weiteren betriebseigenen Grundfuttermitteln im GMF-Programm zu erhöhen, fordert Landwirt Hausammann.

Landwirtschaftsminister Johann Schneider-Ammann wies auf die Freiwilligkeit des Programms hin, an dem zurzeit 70 Prozent der Betriebe teilnähmen. Um das Verfüttern von Gras und Heu zu fördern, werde mit dem Programm der Einsatz von Kraftfutter wie etwa Mais beschränkt. Eine Anpassung des 2014 eingeführten Programm sei mit Branchenvertretern analysiert und kontrovers diskutiert worden, berichtete Schneider-Ammann. Danach sei der Bundesrat beim zuvor festgesetzten Maisanteil geblieben.

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