6.10.2014 17:14
Quelle: schweizerbauer.ch - lid
EU-Agrarpolitik
Grüne kritisieren EU-Agrarkommissar
Mit Phil Hogan, dem designierten EU-Agrarkommissar, drohe ein Rückfall in alte Zeiten, kritisieren die Grünen. Statt auf Ökologie setze dieser auf Markt, Export und Liberalisierung.

Der designierte EU-Agrarkommissar Phil Hogan hat Anfang Oktober den EU-Parlamentariern seine Agenda vorgestellt. Den Grünen passt Hogans Fahrplan nicht. „Als klassischer Vertreter des agrarindustriellen Modells steht der EU-Agrarpolitik mit Phil Hogan vor allem eins in Haus: eine rigorose Ausrichtung auf Markt, Export und Liberalisierung“, schreibt der agrarpolitische Sprecher der Grünen, Martin Häusling, in einer Mitteilung. Es drohe ein Rückfall in alte Zeiten, Hogan habe keine Lösungsansätze auf bestehende und absehbare Krisen anzubieten. Die angekündigte stärkere Exportorientierung werde den Strukturwandel beschleunigen – zulasten von Mensch, Umwelt und Klima.

Die Grünen befürchten zudem, dass Hogan unter dem Deckmantel des Bürokratieabbaus die „mühsam ausgehandelten, ohnehin schon wachsweichen Kompromisse“ des Greenings der jüngsten EU-Agrarreform vollends kippen wird.

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