19.03.2014 16:40
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
GVO
GVO: Bauernverband will Mehrwert für Schweizer Landwirtschaft
Der Schweizer Bauernverband (SBV) begrüsst prinzipiell die Innovation in der Forschung für die Entwicklung von Pflanzensorten. «Für die Forschung und Entwicklung von gentechnisch veränderten Organismen (GVO) ist es jedoch wichtig, dass sich die staatliche GVO-Forschung an den konkreten Bedürfnissen der Schweizer Landwirtschaft orientiert», erklärt Francis Egger, Leiter des SBV-Departementes Wirtschaft, Bildung und Internationales.

Der SBV fordert eine praxisbezogene Forschung, welche konkrete Verbesserungen für die Schweizer Landwirtschaft aus agronomischer und wirtschaftlicher Sicht bringen. «Unnötige und teure Versuche»

Die Schweizerische Arbeitsgruppe Gentechnologie (SAG) ist der Ansicht, dass die erneuten Freisetzungsversuche mit genmanipuliertem Weizen «an den Bedürfnissen der Schweizer Landwirtschaft und der Konsumenten vorbeiforschen». Die Versuche seien «teuer und unnötig». Die Gentechnologie sei ungeeignet, eine nachhaltige Landwirtschaft mit zu entwickeln. Sie bekämpfe eher die Symptome als die Ursachen einer aus dem Gleichgewicht geratenen Agrarproduktion, schreibt die SAG.

Ähnlich sieht es auch Greenpeace. Die Umweltorganisation hält die Entwicklung von Gentech-Weizen «für eine teure Fehlinvestition». Schweizer Forscherinnen und Forscher sollten vermehrt nach ökologischen Lösungen suchen. Der Basler Appell gegen Gentechnologie fordert Forscherinnen und Forscher dazu auf, die Ausrichtung ihrer Forschungsprojekte zu überdenken und der Realität anzupassen. Es sei sinnlos, erneut Versuche mit gentechnisch verändertem Weizen durchzuführen.

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