9.03.2016 10:31
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Parlament
Häusliche Abwässer dürfen zu Schafgülle
Häusliches Abwasser von Landwirtschaftsbetrieben soll künftig vermehrt mit der Gülle vermischt statt in die Kanalisation geleitet werden. Nach dem Nationalrat hat auch der Ständerat einer Motion mit diesem Anliegen zugestimmt.

Eigentlich muss in der Schweiz häusliches Abwasser in die Kanalisation eingeleitet werden. Für Landwirtschaftsbetriebe mit einem erheblichen Bestand an Rindern oder Schweinen gilt jedoch eine Ausnahme: Diese Bauern dürfen ihr Abwasser aus dem Haus der Gülle beimischen und landwirtschaftlich verwerten.

Künftig soll es auch Ausnahmen für Betriebe mit einem grösseren Bestand an Schafen, Ziegen oder Pferden geben. Der Ständerat hat die Motion von Nationalrat Andreas Aebi (SVP/BE) am Mittwoch oppositionslos angenommen. Allerdings wurde der Motionstext auf Vorschlag von Bundesrätin Doris Leuthard leicht abgeändert. So ist anstatt von «Gülle» von «Hofdünger» die Rede, weil bei anderen Nutztieren als Rindern und Schweinen kaum Gülle, sondern Mist anfällt. Der Nationalrat muss der geänderten Motion nun noch einmal zustimmen.

Motionär Aebi hatte im Nationalrat argumentiert, die Haltung von Schafen, Ziegen und Pferden habe sich in der Schweiz in den letzten zwanzig Jahren stark verändert. Zunehmend werde eine grössere Anzahl dieser Tiere gehalten. Es gebe daher keinen Grund mehr, die Gewässerschutzbestimmungen auf Rind- und Schweinehaltungen zu beschränken. Die Verwertung des häuslichen Abwassers solle auf alle Nutztierhaltungen ausgeweitet werden.

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