26.03.2014 07:00
Quelle: schweizerbauer.ch - blu
Food Waste
Hausammann will Lebensmittelverschwendung bekämpfen
Das Thema «Food Waste» haben sich Bundesämter, Detailhändler und Parteien auf die Fahne geschrieben. Die Reduktion der Lebensmittelverschwendung hat nun auch Nationalrat und Landwirt Markus Hausammann zum Ziel gesetzt. Damit die Bemühungen nicht zum Stillstand kommen, hat er in Bern eine Motion eingereicht.

Rund ein Drittel der Lebensmittel landen im Müll, lautet das Resultat einer Studie des Bundesamts für Umwelt (Bafu). Dass dieser Wert eindeutig zu hoch, dürfte von niemanden bestritten werden. Bei der Frage, wie „Food-Waste“ eingeschränkt werden könnte, teilen sich die Meinungen.

Support aus sämtlichen Parteien

Der Thurgauer Nationalrat und Bauer Markus Hausammann befürchtet, dass die Anstrengungen zur Eindämmung der Lebensmittelverschwendung  erlahmen könnten. Mittels einer Motion will er die Debatte am Laufen halten, berichtete das „St. Galler Tagblatt“ in seiner Samstagsausgabe. Die Motion „Reduktion der Lebensmittelverluste hat er am 20. März eingereicht. Diese fordert, dass die Lebensmittelverschwendung bis ins Jahr 2020 um 30 Prozent reduziert wird.

Seine Motion haben Nationalräte unterschiedlicher Parteien unterschrieben. Darunter befinden sich unter anderem Maya Graf (Grüne/BL), Bastian Girod (Grüne/ZH), Jacques Bourgeois (FDP/FR), Beat Jans (SP/BS), Rosmarie Quadranti (BDP/ZH), Hansjörg Walter (SVP/TG), Petra Gössi (FDP/SZ), Markus Ritter (CVP/SG) und Andreas Aebi (SVP/BE). Insgesamt haben 29 Parlamentarier ihre Unterschrift unter das Anliegen gesetzt.

Ziel ist nicht neuer Paragraph

Hausammann will aber mit seiner Motion nicht einen weiteren Paragraphen verankert haben. «Aber unter der Drohkulisse einer neuen Gesetzesvorlage werden vielleicht freiwillige Bemühungen vorangetrieben», sagte er gegenüber dem „St. Galler Tagblatt“. Im Fokus hat er dabei die Grossverteiler. Diese sollen auf tiefere Normen umschwenken. Denn so müssten gemäss Hausammann weniger Gemüse und Obst weggeworfen werden. Die grössten Verluste fallen jedoch bei den Konsumenten selbst an.

Seine Motion sei auch nicht als Wahltaktik zu verstehen. Im Herbst 2015 stehen zwar wieder Nationalratswahlen an. „Ich habe diesen Vorstoss nicht eingereicht, um linke und grüne Stimmen zu holen. So ein berechnender Mensch bin ich nicht“, erklärt er dem „St. Galler Tagblatt“. In erster Linie sei es ein landwirtschaftliches, aber auch ein ethisches Anliegen, die Vergeudung von Lebensmitteln zu reduzieren.

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