16.08.2017 12:08
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Thurgau
Hefenhofen: Regierung gibt Fehler zu
Die Thurgauer Regierung räumt Fehler im Umgang mit dem mutmasslichen Tierquäler von Hefenhofen ein. Weitere Fälle mit Tierhalteverbot sollen geprüft werden. Dies hat der Regierungsrat am Mittwoch im Thurgauer Kantonsparlament gesagt.

Wie viele Tierhalteverbote insgesamt im Thurgau bestehen, konnte Schönholzer nicht sagen. Das müsse die am Dienstag eingesetzte externe Untersuchungskommission beantworten. Deren personelle Besetzung sei noch offen. Involviert werden sollen Tierärzte, Vollzugspersonen, Juristen, Tierschützer und Vertreter der Landwirtschaft. Bis spätestens Ende Jahr solle ein erster Bericht mit Massnahmen zuhanden des Regierungsrats vorliegen, sagte Schönholzer.

Schönholzer und Regierungspräsidentin Carmen Haag wiederholten vor den Medien, was sie bereits am Morgen im Kantonsparlament gesagt hatten. Ein Fall wie in Hefenhofen dürfe sich nicht wiederholen, sagte Schönholzer. Die Regierung bedaure diesen «extremen» Fall und werde mit Hilfe der Untersuchungskommission die Vorkommnisse schonungslos und systematisch analysieren. Allfällige Vollzugsmängel müssten korrigiert werden.

Schönholzer dankte zudem der «mutigen» Frau, welche Zivilcourage gezeigt und die schrecklichen Zustände auf dem Hof in Hefenhofen dokumentiert hatte. Die Frau, die anonym bleiben will, hatte den Pferdehalter Ende Juli angezeigt. Die Thurgauer Regierung sei Anfang August über den Fall informiert worden, sagte Haag. Am Donnerstag will der Regierungsrat die Geschäftsprüfungskommission des Grossen Rats informieren. Anlässlich der Parlamentsdebatte demonstrierten erneut rund 30-40 Tierschützer in Frauenfeld. Sie kritisierten die Verantwortlichen.

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