10.02.2015 16:23
Quelle: schweizerbauer.ch - sum
Tierschutz
Hirsche brauchen intakte Grasnarbe
Eine intakte Grasnarbe, stets Zugang zu Futter und einen Witterungsschutz. Das verlangt das BLV für Hirsche und Laufvögel.

Das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) präzisiert laut einer Mitteilung verschiedene Artikel der Tierschutzverordnung rund um die Haltung und den Umgang mit Wildtieren in einer Amtsverordnung. Diese enthält unter anderem Anforderungen an die Gehege für Hirsche und Laufvögel. 

So muss das Management der Weideflächen sicherstellen, dass die Grasnarbe ganzjährig erhalten bleibt. Futter, das ergänzend zum Gras der Weide zur Verfügung gestellt wird, muss in Qualität und Hygiene den Bedürfnissen der Tiere entsprechen, und es  muss sichergestellt werden, dass die Tiere aller Hierarchiestufen Zugang zu genügend Futter haben. Nötigenfalls sind dazu geeignete Fütterungseinrichtungen einzusetzen.

Ein Witterungsschutz muss allen Tieren gleichzeitig Platz für arttypisches Ruhen und Liegen bieten. Er muss vor Niederschlägen, Wind und Kälte, aber auch vor starker Sonneneinstrahlung schützen. Böden in Gehegebereichen im Freien, in denen sich Tiere vorwiegend aufhalten oder die viel begangen werden, dürfen weder morastig noch erheblich durch Kot verschmutzt sein. Sie sind nötigenfalls trockenzulegen oder zu befestigen.

Es ist nicht zulässig, Tiere ausschliesslich im Hellen oder im Dunkeln zu halten. Die Beleuchtungsstärke und die Beleuchtungsqualität sind den Verhältnissen im natürlichen Lebensraum anzupassen. Vor und nach der Hellphase ist jeweils eine graduelle Dämmerlichtphase einzuschalten.

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