23.03.2016 13:00
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Energie
Hochspannungsleitungen: Anforderungen werden erhöht
Alte Hochspannungsleitungen dürfen heute stärker strahlen als neue. Der Bundesrat will das ein Stück weit ändern: Werden alte Anlagen umgebaut, müssen sie künftig strengere Emissionsbegrenzungen erfüllen.

Der Bundesrat passte am Mittwoch die Verordnung über den Schutz vor nichtionisierender Strahlung (NISV) entsprechend an. Damit reagiert er auf zwei Urteile des Bundesgerichts von 2004 und 2011. Dieses hatte festgehalten, spätestens bei einer wesentlichen Änderung einer alten Anlage müsse die Strahlung wie bei einer neuen Anlage begrenzt werden.

Gemäss der Verordnungsänderung gelten künftig strengere Vorgaben, wenn an einer alten Hochspannungsleitung erhebliche bauliche Massnahmen vorgenommen werden oder das Magnetfeld massgeblich erhöht wird, wie es im erläuternden Bericht heisst. Gewisse Ausnahmen im Einzelfall seien jedoch möglich. Werden lediglich Teile der Anlage aus Altersgründen ersetzt, ändern sich die Grenzwerte nicht.

Neben Hochspannungsleitungen gelten die neuen Vorschriften auch für die Leitungen für Eisenbahnen und Trams. Bei Transformatorenstationen, Radaranlagen und Mobilfunksendern gelten bereits heute für alte Anlagen die gleichen Anforderungen an die vorsorgliche Emissionsbegrenzung wie für neue. Die Verordungsänderung tritt am 1. Juli in Kraft.

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