7.03.2016 09:48
Quelle: schweizerbauer.ch - blu
Hornkuh
Hornkuh-Initiative: Noch 1‘800 Unterschriften fehlen
Gelingt Armin Capaul doch noch der grosse Coup? Gemäss seinem Newsletter wurden bereits über 98‘200 Unterschriften beglaubigt. In dieser Woche müssen aber noch (mindestens) 1‘800 bescheinigte Unterschriften eintreffen, damit die Initiative eingereicht werden kann.

Armin Capaul kommt seinem Ziel, dem Zustandekommen seiner Hornkuh-Initiative, immer näher – sehr nahe sogar. Am vergangenen Wochenende gab der Bergbauer aus Perrefitte BE in seinem „Mitternachts Newsletter“ bekannt, dass 98‘279 Unterschriften beglaubigt seien.

Bis zum Ablauf der Sammelfrist am 23. März muss er 100'000 gültige Unterschriften einreichen für seine Forderung, dass der Bund die Halter von Hornkühen und behornten Ziegen finanziell unterstützt. Die beglaubigten Unterschriften müssen aber bis Ende Woche im Berner Jura eintreffen, damit er mit diesen nach Bern reisen kann. Sind 5 bis 10 Prozent mehr bescheinigte Unterschriften gezählt als nötig, können die Initianten in der Regel ruhig schlafen, heisst es vonseiten der Bundeskanzlei.

Capaul gab sich kürzlich sehr optimistisch gegenüber „Schweizer Bauer“: „Die Abstimmung ist kein Problem mehr, die Initiative wird angenommen. Da bin ich sicher.“ Ob die Stimmberechtigten das auch so sehen, wird sich weisen.

Der Initiativtext

Die Bundesverfassung wird wie folgt geändert:

Art. 104 Abs. 3 Bst. b

3. Er (der Bund) richtet die Massnahmen so aus, dass die Landwirtschaft ihre multifunktionalen Aufgaben erfüllt. Er hat insbesondere folgende Befugnisse und Aufgaben:

b. Er fördert mit wirtschaftlich lohnenden Anreizen Produktionsformen, die besonders naturnah, umwelt- und tierfreundlich sind; dabei sorgt er insbesondere dafür, dass Halterinnen und Halter von Kühen, Zuchtstieren, Ziegen und Zuchtziegenböcken finanziell unterstützt werden, solange die ausgewachsenen Tiere Hörner tragen.

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