7.03.2019 08:05
Quelle: schweizerbauer.ch - lid
Agrarpolitik
Igas fordert mehr Marktausrichtung
Die Interessengemeinschaft für den Agrarstandort Schweiz (Igas) fordert im Rahmen der Agrarpolitik 22+ eine Stärkung der Marktausrichtung sowie der Nachhaltigkeit.

Auf dem Weg zu einer stärkeren Marktausrichtung sei es wichtig, dass den Akteuren der Land- und Ernährungswirtschaft mehr Verantwortung übertragen werden, so die Igas in einer Medienmitteilung. Die administrative Belastung müsse markant reduziert werden.

Die Akteure sollen vermehrt unternehmerischen Freiraum geniessen. Innovation und Unternehmergeist sollen sich lohnen. Die Vorlage des Bundesrates laufe leider in die entgegengesetzte Richtung, schreibt die Igas. "Das agrarpolitische Instrumentarium soll nochmals komplexer werden und der Bund will die Produktionssysteme bis ins letzte Detail reglementieren. Die Iigas fordert eine drastische Vereinfachung und schlägt vor, auf Zielvorgaben und Leistungsvereinbarungen umzustellen", heisst es weiter. Die Verantwortung soll vermehrt an Produzenten- und Branchenorganisationen übertragen werden.

Für unabdingbar hält die Organisation zudem weitere Fortschritte in Richtung einer ressourcenschonenden Landwirtschaft. Die IGAS betrachtet die Vorschläge des Bundesrates als ungenügende Antwort auf die extrem formulierten Initiativen, "welche den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln und Kraftfutter unterbinden wollen." 

Die IGAS bemängelt, dass das heutige System der Direktzahlungen die Bodenmobilität und die vielfältige Entwicklung der Betriebsstrukturen beeinträchtigt. Eine Reduktion der Bindung der Direktzahlungen an die Fläche wird begrüsst, der Vorschlag des Bundesrates sei jedoch stark verbesserungswürdig, heisst es in der Mitteilung.

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