15.01.2016 17:22
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Fleisch
Import-Fleisch: Kommission für Deklarationspflicht
Ist importiertes Fleisch nicht nach den Standards des Schweizer Tierschutzgesetzes produziert worden, soll dies künftig auf der Etikette stehen. Die Wissenschaftskommission des Nationalrates (WBK) hält an dieser Forderung fest.

Mit 16 zu 5 Stimmen bei 2 Enthaltungen empfiehlt die Kommission dem Nationalrat, eine parlamentarische Initiative von Pierre Rusconi (SVP/TI) anzunehmen, wie die Parlamentsdienste am Freitag mitteilten. Die Ständeratskommission hatte sich dagegen ausgesprochen. Nun entscheiden die Räte.

Nach dem Willen Rusconis soll die Deklarationspflicht für alle importierten Produkte aus getöteten Tieren gelten, die für den menschlichen Konsum bestimmt sind. Entsprechen die Produkte nicht dem Schweizer Tierschutzgesetz, sollen die Verpackungen mit einem Vermerk versehen werden: «Aus Haltungsform, Jagd oder Schlachtung, die nicht Schweizer Recht entsprechen». Die Deklarationspflicht gälte auch im Offenverkauf oder im Restaurant.

Die Schweizer Bauern seien mit strengen Auflagen in der Fleischproduktion konfrontiert, hält die Kommission fest. Das sollte honoriert werden. Sie sei sich bewusst, dass die Umsetzung der Initiative vor dem Hintergrund der WTO-Regeln und wegen der mangelnden Rückverfolgbarkeit eine Herausforderung darstelle. Wie genau die Gesetzesänderungen ausfallen müssten, wäre noch zu prüfen.

Zum Thema ist auch eine Volksinitiative hängig, die Initiative «Für gesunde sowie umweltfreundlich und fair hergestellte Lebensmittel (Fair-Food-Initiative)» der Grünen. Diese fordern ökologische und soziale Standards für Importprodukte.

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