21.02.2019 16:06
Quelle: schweizerbauer.ch - ral
St. Gallen
Initiative will Stacheldrahtverbot
Die Naturschutzverbände Pro Natura und WWF und die St. Galler Jäger sagen unnötigen Zäunen und Stacheldrähten den Kampf an. Weidezäune und -netze müssten abgeräumt werden, wenn keine Tiere mehr weiden. Sie starteten die Unterschriftensammlung für eine Initiative «Stopp dem Tierleid».

Der St. Galler Bauernverband braucht in einer Stellungnahme deutliche Worte und spricht von einer fragwürdigen Einmischung in land- und forstwirtschaftliche Zuständigkeiten. Die Forderung nach einem grundsätzlichen Verbot von Stacheldraht und die praxisuntaugliche Einschränkung im Management von mobilen Weidenetzen und elektrischen Zäunen seien ein unnötiger Eingriff in die tägliche Arbeit der Landwirte, Älpler und Forstorgane, heisst es weiter. 

Die Jäger wollten mitbestimmen, wie die Wiesen und Weiden zu nutzen seien. Das geforderte  Stacheldrahtverbot sei aus landwirtschaftlicher Sicht nicht nötig, denn in der Praxis werden keine neuen Stacheldrahtzäune mehr aufgestellt. Die alten Zäune würden nach und nach zurückgebaut. Zudem sei die Forderung ein totaler Widerspruch zu den Auflagen, welche die Landwirte im Kampf gegen Wildschweine, Wölfe und das Rotwild hätten. Damit sie die Kulturen vor Verwüstungen und ihre Nutztiere vor Angriffen und ansteckenden Krankheiten schützen können, müssen sie genau die vom neuen Gesetz betroffenen Weidenetze und Zäune aufbauen. Ein konstruktiver Dialog wäre zielführender als eine Verbotsinitiative. 

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