17.08.2013 17:21
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Energie
Jungfreisinnige unterstützen KEV-Referendum
Die Jungfreisinnigen unterstützen das Referendum gegen die Erhöhung der Stromabgabe für die kostendeckende Einspeisevergütung (KEV). Das beschloss der Delegiertenrat am Samstag. Die Jungfreisinnigen sind damit die erste Partei, die sich hinter das Referendum stellt.

Der Entscheid fiel einstimmig, wie die Jungfreisinnigen des  Kantons Zürich auf dem Kurznachrichtendienst Twitter mitteilten.  Die Zürcher Sektion hatte dem Delegiertenrat der Jungfreisinnigen  Schweiz den Antrag gestellt, das Referendum zu unterstützen.

Ergriffen hatte das Referendum Mitte Juli der Oltner  Informatiker und Buchautor Christian Riesen - und zwar ohne  Unterstützung durch Parteien oder Verbände. Damit das Referendum  zustande kommt, müssen bis am 24. Oktober 50'000 Unterschriften  eingereicht werden.

National- und Ständerat hatten im Juni gegen den Willen von FDP  und SVP einen indirekten Gegenvorschlag zur Cleantech-Initiative  verabschiedet. Dieser sieht eine Erhöhung der Stromabgabe zur  Förderung erneuerbarer Energie von heute 0,45 auf maximal 1,5  Rappen pro Kilowattstunde vor.

Damit soll zusätzliches Geld für die kostendeckende  Einspeisevergütung (KEV) zur Verfügung stehen. Dies würde es  erlauben, die Warteliste mit über 21'000 Solar-, Wind- und  Biomasse-Projekten ab 2014 abzutragen. Tritt der Gegenvorschlag in  Kraft, will die SP ihre Cleantech-Initiative zurückziehen. Strom aus erneuerbaren Energien wird seit Anfang 2009 mit der  KEV gefördert. Alle Stromkonsumentinnen und -konsumenten bezahlen  dafür einen Zuschlag.

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