10.05.2013 15:21
Quelle: schweizerbauer.ch - blu/lid
Zürich
Kanton Zürich befürwortet Koexistenz von GV- und konventionellen Pflanzen
Der Zürcher Regierungsrat begrüsst die Pläne des Bundes für eine Koexistenz zwischen gentechnisch veränderten und konventionellen Pflanzen. Dies im Gegensatz zu anderen Kantonen.

Zürich sei einer der grössten Landwirtschaftskantone und zugleich ein wichtiger Standort für die Grundlagenforschung mit GVO, schreibt die Regierung. Zudem seien Betriebe für die Züchtung und Vermehrung von konventionellem und biologischem Saat- und Pflanzgut im Kanton ansässig.

Der Regierungsrat begrüsst deshalb grundsätzlich die Stossrichtung des Bundes, nach Ablauf des Moratoriums den Anbau von GVO in der Landwirtschaft zu ermöglichen, wie aus einer Medienmitteilung hervorgeht. In Gebieten, bei denen Koexistenzmassnahmen unverhältnismässig sind, sieht der Regierungsrat die Ausscheidung als GVO-freies Gebiet als gute Alternative. Die Kosten für Massnahmen zum Schutz GVO-freier Gebiete sollen von jenen Betrieben getragen werden, die GVO anbauen. 

Ferner ist der Kanton Zürich der Ansicht, dass die Schaffung von GVO-Flächen mit entsprechenden Pufferzonen anstelle von GVO-freien Gebieten die bessere Lösung ist. Auch begrüsst wird die Freisetzung von GVO mit Antibiotika-resistenz-Genen zu Versuchszwecken. Die Bewilligung dürfe aber nur fallweise erteilt werden, wenn vom Versuch keine Gefahr für die Gesundheit von Mensch und Tier ausgeht.

Auch sorgt sich die Zürcher Regierung um die im Kanton befindlichen Hochschulen. Diesen sollen weiterhin geeignete Flächen für ihre Versuchstätigkeit zur Verfügung gestellt werden können.

Die Kantone Bern, Aargau und Thurgau lehnen eine Koexistenz ab. Sie sehen bei den GVO keinen Mehrwert für die Bauern und lehnen den Einsatz ab. Auch die Junglandwirte haben GVO eine Absage erteilt.

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