19.02.2013 08:40
Quelle: schweizerbauer.ch - blu/lid
Zug
Kanton Zug will Siedlungswachstum bremsen
Mit Anpassungen am Richtplan will der Zuger Regierungsrat das Siedlungswachstum abschwächen. Mit den Neuerungen tritt er damit deutlich auf die Wachstumsbremse.

Die am Montag präsentierte Vorlage sieht fünf Hauptmassnahmen vor, wie die Nachrichtenagentur SDA schreibt. Die Massnahmen sehen unter anderem eine Reduktion des Zielwertes bei der Bevölkerungsentwicklung, den Verzicht der Gemeinden auf „substanzielle“ Einzonungen, verdichtetes Bauen und die Förderung von preisgünstigem Wohnraum vor.

Wie "NZZ online" schreibt, tritt der Kanton Zug mit dem neuen Richtplan deutlich auf die Wachstumsbremse. Sollte die Bevölkerung gemäss den bisherigen Berechnungen bis 2020 auf 127 000 Einwohner steigen, darf Zug bis 2030 nur noch um 11 000 statt um 22 000 Personen wachsen. «Mit diesen Zielvorgaben klemmen wir das Wachstum nicht ab, doch wir lenken es in geordnete Bahnen», erklärte Baudirektor Heinz Tännler (SVP) bei der Vorstellung des neuen Richtplans.

Das begrenzte Wachstum soll ohne weiteren substanziellen Einzonungen erreicht werden. Neu eingezont werden sollen maximal 7 bis 10 Hektaren. Im bestehenden Siedlungsgebiet seien rund 16 Prozent der Flächen noch nicht überbaut, heisst es weiter im Artikel von "NZZ online". Bereits gültige Begrenzungslinien sollen nicht angetastet werden, damit die Gemeinden nicht zusammenwachsen und kein einheitlicher Siedlungsbrei entsteht.

Die Vorlage geht an den Kantonsrat, beschlossene Änderungen müssen danach vom Bundesrat abgesegnet werden.

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