22.02.2015 15:32
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Umwelt
Kantone können Entsorgung von Abfällen im See weiter bewilligen
Die letzte Verordnungsänderung für die Entsorgung von Fischabfällen datiert aus dem Jahr 2011. Auf Druck der Westschweizer Kantone wurde sie damals abgeschwächt. Nun steht die nächste Revision an - und wiederum können die Kantone das letzte Wort haben.

Die am 25. Mai 2011 in Kraft getretene Verordnung über die Entsorgung von tierischen Nebenprodukten sieht vor, dass Nebenprodukte von Wassertieren, die im Rahmen der einheimischen Fischerei auf dem Fangboot ausgeweidet werden, im Herkunftsgewässer entsorgt werden dürfen.

Die Kantonstierärzte können diese Regelung nach Absprache mit der zuständigen Fischereiaufsicht auf den Ort der ersten Verarbeitung nach dem Anlanden ausweiten. Von dieser Möglichkeit haben die Westschweizer Kantone Gebrauch gemacht.

Mit der nun vorgeschlagenen Änderung soll künftig die Entsorgung von Fischabfällen im Herkunftsgewässer nicht mehr grundsätzlich erlaubt sein. Die Kantonstierärzte können aber nach Absprache mit der zuständigen Fischereiaufsichts- und Umweltschutzbehörde bewilligen, dass Nebenprodukte von Wassertieren, die im Rahmen der einheimischen Fischerei auf dem Fangboot oder unmittelbar nach dem Anlanden ausgeweidet werden, im Herkunftsgewässer entsorgt werden dürfen. Die entsprechenden Verordnungsänderungen befinden sich bis am 17. April in einer Anhörung.

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