7.12.2018 11:14
Quelle: schweizerbauer.ch - sda/blu
Bundesrat
Kein illegales Holz handeln
Der Bundesrat will sicherstellen, dass illegal gefälltes Holz nicht mehr in der Schweiz gehandelt wird. Er hat am Freitag die Botschaft zu einer Revision des Umweltschutzgesetzes an das Parlament verabschiedet. Damit schliesst er eine rechtliche Lücke.

In vielen Ländern werde weiterhin mehr als die Hälfte des Holzes illegal gefällt, argumentiert der Bundesrat. Nach Schätzungen der Weltbank werde weltweit alle zwei Sekunden die Fläche von zwei Fussballfeldern gerodet. Der illegale Holzschlag sei ein wichtiger Treiber der Entwaldung, der auch zur Klimaerwärmung beitrage. "Mit Wäldern lassen sich Wüstenbildung und Bodenerosion vermeiden und die Folgen extremer Wettereignisse wie Überschwemmungen mildern. Auch bleibt so die Biodiversität erhalten", schreibt der Bundesrat.

Anders als die Europäische Union kennt die Schweiz bislang keine gesetzliche Regelung, um gegen Holz aus illegalem Holzschlag vorzugehen. Mit der Revision des Umweltschutzgesetzes setzt der Bundesrat zwei gleichlautende Motionen um. Die Änderungen sehen vor, dass nur noch Holz in Verkehr gebracht und gehandelt werden darf, das vorgängig legal abgeholzt und gehandelt wurde. 

Voraussetzung ist ein Nachweis, dass die Sorgfaltspflicht eingehalten wurde. Der Nachweis für eine Risikobewertung soll Informationen zu Art (z.B. Buche, Eiche, Fichte, etc.) und Herkunftsland des Holzes enthalten. Andererseits sind Massnahmen zu treffen, um das Risiko des Inverkehrbringens illegalen Holzes zu mindern. Dazu gehören beispielweise eine Dokumentation über die legale Bewirtschaftung des Herkunftswaldes und Informationen darüber, wie das geschlagene Holz verwertet wird. Ausserdem muss der Handel nachvollziehbar darlegen, wie Einkauf und Verkauf des Holzes erfolgen.

Für die Überwachung der Massnahmen schlägt der Bundesrat eine spezialisierte Fachstelle auf nationaler Ebene vor.

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