18.02.2014 15:26
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Ernährung
Keine Insekten auf Speisekarte
Insekten zu essen, ist in der Schweiz nicht verboten. Dies hält der Bundesrat in seiner Antwort auf einen parlamentarischen Vorstoss fest. In Geschäften und Restaurants sollen Heuschrecken oder Maden aber weiterhin nicht angeboten werden.

Nationalrätin Isabelle Chevalley (Grünliberale/VD) hatte vom Bundesrat wissen wollen, warum es in der Schweiz verboten sei, Insekten zu verzehren. Bereits Aristoteles habe dem Verzehr von Zikadenpuppen gehuldigt. Überall auf der Welt würden Insekten verzehrt, ausser in Europa.

Kein Anbieten von Insekten als Lebensmittel

Insekten seien eine ausgezeichnete und ökologische Alternative für Protein, da weniger Land benötigt werde, argumentiert Chevalley. Mehrere Unternehmen in der Schweiz wären an der Produktion interessiert.

Der Bundesrat hält fest, es sei erlaubt, selber gesammelte oder gezüchtete Insekten zu essen. Nicht erlaubt sei dagegen das Anbieten von Insekten als Lebensmittel. Dafür bräuchte es eine Bewilligung. Bis heute sei kein vollständiges Gesuch eingereicht worden.

Bundesrat will weiter forschen

Auf dem Verordnungsweg möchte der Bundesrat die Abgabe von Insekten als Lebensmittel nicht ermöglichen. Dafür müsste belegt werden, dass Insekten die Gesundheit nicht gefährdeten, erklärt er. Dies sei nicht möglich, denn bis heute fehlten verlässliche Daten.

Laut dem Bundesrat gibt es weder Daten zu giftigen Substanzen noch zu möglichen allergischen Reaktionen oder zur Übertragung von Krankheiten auf den Menschen. Der Verzehr von gewissen Insekten könnte einen Beitrag für eine nachhaltige Lebensproduktion liefern, schreibt der Bundesrat. Erst bedürfe es aber weiterer Forschung.

SCHWEIZER BAUER
BEKANNTSCHAFTEN
DER SCHWEIZER BAUER AUF YOUTUBE