5.10.2016 08:48
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Wallis
Keine Interesse an Gemeindeämtern
Am 16. Oktober bewerben sich rund tausend Walliserinnen und Walliser um einen Sitz in den Exekutiven der 126 Gemeinden. Hinter der hohen Zahl von Kandidaten verbirgt sich ein Malaise: In acht Oberwalliser Gemeinden will niemand freiwillig ein Amt übernehmen.

Bei den Kommunalwahlen vom 16. Oktober sind vom unteren Rhonetal bis ins Goms insgesamt rund 730 Exekutivsitze neu zu besetzen. In den grösseren Gemeinden wie Brig, Naters und Visp oder in Sitten, Siders oder Martigny stehen mehr Kandidatinnen und Kandidaten auf den Listen als Sitze zu vergeben sind.

In fast 60 Gemeinden jedoch ist das staatsbürgerliche Interesse nicht mehr allzu gross. Die Bürgerinnen und Bürger müssen in etlichen Gemeinden nicht einmal zur Urne, weil es zu stillen Wahlen kommen wird. Dies ist dort der Fall, wo die Zahl der Kandidierenden gleich gross ist wie die zu vergebenden Sitze.

Eine ausserordentliche Situation ist in acht Oberwalliser Gemeinden entstanden. Weil sich in diesen überhaupt keine Kandidaten gemeldet haben, ist jeder und jede wahlberechtigte Person wählbar. Und es ist nicht möglich, die Wahl abzulehnen, wie Maurice Chevrier, Chef des für Gemeindesachen zuständigen Dienstes beim Kanton, erklärt. Mindestens eine Legislatur müssten die Gewählten machen.

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