Montag, 30. November 2020
12.02.2013 08:05
Wallis

Kleinste Walliser Gemeinde mit 19 Einwohnern fusioniert

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Von: sda

Die mit nur 19 Einwohnern kleinste Walliser Gemeinde Martisberg schliesst sich mit Betten zur Gemeinde Bettmeralp zusammen. Der Walliser Grosse Rat stimmte der Fusion am Dienstag zu, obwohl sich das Parlament ein Zusammenschluss in grösserem Ausmass erhofft hatte.

Martisberg und das 420 Einwohner zählende Betten liegen an der rechten Talseite im Oberwallis. Sie sind durch eine Forststrasse verbunden, die im Winter jedoch geschlossen ist. Dann muss über eine 17 Kilometer lange Strecke über das Rhonetal ausgewichen werden.

Martisberg hätte auch mit Lax fusionieren können, das etwas weiter unten im Tal liegt. Dies war jedoch aufgrund einer Rivalität zwischen den beiden Dörfern nicht möglich. Ein FDP-Grossrat forderte dennoch, dass die Dörfer das Kriegsbeil begraben sollen.

Der Zusammenschluss kommt jedoch der Skiregion Bettmeralp zu Gute, die nun wichtige Gebiete für die touristische Entwicklung zusammentragen kann. Die Fusion ist die letzte, welche von einem kantonalen Programm für finanzielle Fusionshilfe profitiert. Sie erhält 1,4 Millionen Franken vom Kanton.

Das Programm war im Jahr 2000 lanciert worden, als das Wallis noch 163 Gemeinden zählte. Nun liegt der Kanton bei 134 Gemeinden, wovon mit der Fusion von Martisberg und Betten künftig genau 67 Gemeinden im Oberwallis und 67 im französischsprachigen Kantonsteil liegen.

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