13.08.2017 13:31
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Direktzahlungen
Kürzungen für 7230 Bauernhöfe
16 Prozent aller Schweizer Landwirtschaftsbetriebe sind 2016 mit einer Kürzung der Direktzahlungen sanktioniert worden. Insgesamt beliefen sich diese Kürzungen auf 8,2 Millionen Franken. Die Direktzahlungen von 2,8 Milliarden Franken gingen an rund 46'000 Betriebe.

7230 Bauernbetriebe mussten im vergangenen Jahr mit weniger Bundesgeld auskommen, wie Jürg Jordi, Sprecher des Bundesamts für Landwirtschaft (BLW), einen Bericht der «SonntagsZeitung» bestätigte. Bei den Kontrollen zeigten sich Mängel bei der Umsetzung der Bedingungen für die Zahlungen.
Der Bund richtet den Bauern Direktzahlungen für diverse Leistungen aus. Darunter finden sich etwa Beiträge für Kulturland, Versorgungssicherheit, Biodiversität, Landschaftsqualität oder Produktionssysteme. Unter den letzteren Begriff fällt die Förderung besonders naturnaher, umwelt- und tierfreundlicher Produktion.

Das Sanktionssystem steht von verschiedener Seite in der Kritik. Bauernvertreter halten es für zu streng. Tierschützer gehen davon aus, dass viele der Sanktionen wegen Verstössen gegen die Tierhaltungsvorschriften erlassen wurden. Die Sanktionen seien zu mild und zu geringfügig, monieren sie.
In der Antwort auf einen parlamentarischen Vorstoss, der «verhältnismässige» Sanktionen verlangt, hielt der Bundesrat fest, im BLW sei eine Arbeitsgruppe am Prüfen, ob den Kantonen mehr Ermessensspielraum eingeräumt werden soll.

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