2.11.2012 18:09
Quelle: schweizerbauer.ch - blu
AP 2017
Lobag kritisiert die Kürzung der RGVE-Beiträge scharf
Am vergangenen Mittwoch beschloss der Bundesrat, die Halter-Beiträge für Milchkühe im nächsten Jahr um 50 Franken auf 400 Franken zu senken. Für die Lobag ist diese Senkung ein Jahr vor der Umstellung auf die AP 14-17 weder akzeptabel noch nachvollziehbar.

Der Entscheid des Bundesrates stösst bei bäuerlichen Organisationen für Unverständnis. Die Schweizer Milchproduzenten halten diesen für „inakzeptabel“, und auch die Landwirtschaftliche Organisation Bern und angrenzende Gebiete (Lobag) verurteilt das Vorgehen der Regierung. Dies sei eine „inakzeptable Sparübung zu Lasten der Landwirtschaft“.

Der Bundesrat beschloss am Mittwoch, die RGVE-Beiträge (Raufutter verzehrende Grossvieheinheiten) bei den Milchkühen um 50 Franken auf 400 Franken pro Tier zu kürzen. „Die angespannte Einkommenssituation bei den Milchproduzenten verträgt keine weiteren Einbussen“ teilt die Lobag am Freitag in einem Communiqué mit. Besonders unter dem Fokus der Umstellung des Direktzahlungssystems der AP 14-17 sei eine solch kurzfristige, einseitig zu Lasten der Milchproduzenten gerichtete Kürzung „nicht nachvollziehbar“.

Aber auch auf kantonaler Ebene drohen den Berner Bauern Leistungskürzungen. Da der Kanton aufgrund eines sich anbahnenden Defizits sparen muss, sollen die Hangbeiträge um 300’000 Franken, dies entspricht einer Reduktion von 40 Prozent, sowie Gelder für die Waldbewirtschaftung im gleichen Umfang gesenkt werden.

Diese Einbussen seien für die Berner Bauernfamilien unverantwortbare Einkommenseinbussen. Die Lobag will in Zusammenarbeit mit dem Schweizerischen Bauernverband und den SMP alles daran setzen, die Kürzungen auf nationaler Ebene rückgängig zu machen. Und die kantonalen Budgetentscheide sollen gemäss Lobag nochmals diskutiert werden.

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