23.12.2016 13:33
Quelle: schweizerbauer.ch - sal
Milchmarketing
Lovely wird aus der Branche hart kritisiert
Die Lovely stehe nicht für die Unterschiede zum Ausland, heisst es. Die SMP kontern, Lovely könne auch dies leisten.

In der Milchwirtschaft werde der Ruf lauter, die schwarzweisse Werbekuh Lovely in Pension zu schicken. Das schreibt die «Handelszeitung». Die Mehrwertstrategie, welche die Branchenorganisation Milch (BOM) diesen Herbst entwickelt habe, komme zu folgendem Schluss: Im Zentrum der Kommunikation soll nicht länger die gesundheitsfördernde Wirkung von Milch, sondern vielmehr das Tierwohl und die Naturnähe der Milchwirtschaft im Zentrum stehen. «Die heutigen Eigenschaften von Lovely passen nicht zu diesen Werten», wird BOM-Geschäftsführer Stefan Kohler zitiert.

Emmi-Sprecherin Sibylle Umiker kritisiert in der «Handelszeitung» ebenfalls, dass die Lovely-Kampagnen gesundheitliche Vorzüge der Milch ins Zentrum stellten. «Gefragt wären aus unserer Sicht aber Kampagnen, welche die Vorzüge von Schweizer Milchprodukten zeigen – etwa die grünlandbasierte und tierfreundliche Produktion.»

Die Schweizer Milchproduzenten (SMP) wollen laut dem Bericht aber am Bewährten festhalten. Marketingleiter Stefan Arnold wird wie folgt zitiert: «Welche Schweizer Marke kann sonst auf eine so erfolgreiche Markenbotschafterin zurückgreifen?» Auch in der neuen Werbestrategie, an welcher die SMP in diesen Tagen arbeiten würden, werde die Kuh eine prominente Rolle erhalten. «Lovely hat mal Wunder gewirkt, mal einen Kick gegeben und mal die Knochen gestärkt. Ebenso gut kann sie im Rahmen des Tierwohls zeigen, wie gut sich der liebe Bauer um sie kümmert», so Arnold.

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