28.03.2014 16:37
Quelle: schweizerbauer.ch - blu
Luzern
Luzerner Bauern wollen zusätzliche Vorschriften bekämpfen
Am Freitag stimmten die Delegierten des Luzerner Bauernverbandes (LBV) einem Antrag zu, der sich gegen zusätzliche Vorschriften auf kantonaler und nationaler Ebene zur Wehr setzen soll. Das kantonale Amt für Landwirtschaft und Wald hat den Bauern bezüglich Kontrollen Verbesserungen in Aussicht gestellt.

Neue Auflagen und Vorschriften machen den Schweizer Bauern Sorgen. Auch die Delegierten des Luzerner Bauernverbandes (LBV) teilten an der Delegiertenversammlung in Luthern ihren Missmut mit, wie der LBV am Freitag in einem Communiqué mitteilt. Die Sektion Wiggertal stellte einen Antrag, dass der LBV sich vermehrt gegen kantonale und nationale Vorschriften zur Wehr setzen soll. Die Delegierten stimmten dem Antrag einstimmig zu.

Ritter will sich gegen Ausdehnung von Ökoflächen wehren

Die AP 14-17 stimmt die Luzerner Bauern nur mittelmässig zufrieden, wie es im Communiqué heisst. Diese bringe vor allem mehr administrativen Aufwand. Deshalb sei es wichtig, bereits jetzt auf die künftige Agrarpolitik 2018-21 Einfluss zu nehmen. Die Ernährungssicherheitsinitiative soll für die produzierende Landwirtschaft bessere Rahmenbedingungen schaffen. Das Sammeln von Unterschriften sei deshalb wichtig.

Vor Ort war auch der Präsident des Schweizerischen Bauernverbandes. Markus Ritter forderte mehr unternehmerischen Spielraum für eine professionelle und produzierende Landwirtschaft und wehrte sich gegen „weitere quantitative Ausdehnung von Ökoflächen“, wie es in der Mitteilung heisst. Kritisiert wurden von Delegierten die „überdimensionierten Gewässerräume und der Kulturlandverlust“.

Neues Vorstandsmitglied

An der letztjährigen DV wurde vom Kanton Luzern die bessere Trennung von Vollzug und Kontrolle gefordert. Christoph Böner vom kantonalen Amt für Landwirtschaft und Wald (Lawa) versprach den Bauern eine freiere Wahl der Kontrollstelle, eine Kontrollbegleitung durch das Lawa sowie einen besseren Informationsaustausch dank einer neuen Meldestelle.

Der LBV führte auch noch eine Wahl durch. Der 34-jährige Meisterlandwirt Beat Weltert aus Grosswangen wurde in den Vorstand gewählt. Für seine „grossen Verdienste für den Verband“ und die Luzerner und Schweizer Landwirtschaft wurde Josef Dissler mit der Ehrenmitgliedschaft bedacht. Die Jahresrechnung schloss bei einem Umsatz von rund 3,6 Mio. Fr. mit einem Gewinn von rund 50'000 Franken ab.

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