27.06.2020 06:01
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Ständerat
Mehr Geld für Agrarforschung
Die Einsparungen, die durch die Umstrukturierung von Agroscope erzielt werden, sollen sofort in die Agrarforschung fliessen. Das verlangt nach dem Nationalrat auch die Bildungskommission des Ständerats (WBK).

Sie stimmte einer Motion aus dem Nationalrat mit dieser Forderung mit 7 zu 2 Stimmen bei einer Enthaltung zu, wie die Parlamentsdienste am Freitag mitteilten. Da die Landwirtschaft durch den Klimawandel und den öffentlichen Druck zu weniger Pflanzenschutzmittel- und Antibiotikaeinsatz vor grossen Herausforderungen stehe, müsse die Agrarforschung und der Wissensaustausch mit der Praxis unbedingt gestärkt werden.

Der Bundesrat möchte mit den frei werdenden Mitteln zunächst Bauprojekte finanzieren. Im neuen Standortkonzepts für Agroscope ist vorgesehen, bis 2028 rund 31 Millionen Franken für die Infrastruktur einzusetzen. Erst danach sollen die Effizienzgewinne vollständig für die landwirtschaftliche Forschung verwendet werden. Es geht um 13 Millionen Franken pro Jahr.

Abgelehnt hat die WBK eine Motion mit der Forderung, die Unterstützung des Forschungsinstituts für biologischen Landbau (Fibl) auf 15 Millionen Franken zu verdoppeln. Für das laufende und die nächsten Jahre sei eine Mittelaufstockung bereits beschlossen worden, heisst es in der Mitteilung.

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