26.02.2019 16:09
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Umfrage
Mehrheit mit Politik unzufrieden
Die Politik in der Schweiz vermag die Stimmbevölkerung nicht zu überzeugen. Lediglich 38 Prozent stehen hinter ihr. In der Europafrage positionieren sich hingegen 59 Prozent hinter den bilateralen Abkommen mit der EU.

Allerdings ist die allgemeine Zufriedenheit mit der Politik zwischen 2017 und 2018 leicht von 36 auf 38 Prozent angestiegen, wie die am Dienstag veröffentlichte Vimentis-Umfrage ausweist. Am zufriedensten sind mit 60 Prozent die Wählerinnen und Wähler der FDP, am unzufriedensten jene der Lega.

EU: Zwei Drittel wollen keine Zugeständnisse

Im Sorgenbarometer steht bei 13 Prozent der Teilnehmenden die Asylpolitik an der Spitze, gefolgt vom Gesundheitssystem mit 12 und den Beziehungen zur EU mit 9 Prozent. In der EU-Frage wollen fast zwei Drittel, dass die Schweiz bei den flankierenden Massnahmen für den Lohnschutz und die Arbeitsbedingungen keine Zugeständnisse macht.

Stellt die Aufgabe des freien Personenverkehrs die bilateralen Verträge mit der EU in Frage, sind 41 Prozent dagegen, 37 Prozent dafür und 22 Prozent unentschieden. Im Tessin sind die Wähler von SVP und Lega für die Aufgabe der Personenfreizügigkeit.

Klima und Asylpolitik

Bei den Ängsten variieren die Sorgen je nach Alter und Parteizugehörigkeit. So sind jüngere Stimmberechtigte eher besorgt wegen des Klimawandels und allgemein wegen des Umweltschutzes. Darin decken sie sich mit den Anhängern der Grünen. Für Anhänger der SVP stellen Asyl- und Migrationspolitik die grössten Herausforderungen dar.

Die Online-Umfrage wurde vom 1. bis 30. Oktober 2018 durchgeführt. Rund 21'000 Personen nahmen teil. Die Daten wurden nach verschiedenen Kriterien wie Alter, Geschlecht, Kanton und Bildung gewichtet. Gemäss Vimentis ist die Umfrage repräsentativ. Die Fehlerquote liegt bei plus/minus 4 Prozent. Die aktuelle Umfrage ist die 15. in Folge.

Die Organisation Vimentis wurde 2003 von Studierenden der Universität St. Gallen ins Leben gerufen. Ihre jährliche Umfrage steht unter dem Patronat der Parteipräsidenten von SVP, SP, FDP, CVP, BDP, GLP und Grünen.

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