3.12.2019 07:05
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Politik
Moret neue Nationalratspräsidentin
Isabelle Moret (FDP) ist mit 193 von 198 gültigen Stimmen mit einem Rekordresultat zur Nationalratspräsidentin gewählt worden.

Moret wird die grosse Kammer damit während der nächsten 12 Monate präsidieren. Die Waadtländerin ist seit 13 Jahren als Nationalrätin tätig. Morets Antrittsrede stand im Zeichen der Familie und der Jugend, wie die Nachrichtenagentur SDA schreibt. Sie zeigte sich erfreut über die stärkere Vertretung der Frauen und der Jugend im neuen Parlament

In der Landwirtschaft ist Isabelle Moret unter anderem als Präsidentin der Föderation der Schweizerischen Nahrungsmittel-Industrien (Fial) bekannt. Bei Swissgrid amtiert sie als zudem als Vizepräsidentin des Verwaltungsrats.

Moret kam sehr jung zur Politik. Nach der Ablehnung des EWR 1992 trat sie der FDP bei. 1995 machte sie das Fürsprecher-Diplom in Bern. Mit 28 Jahren wurde Moret 1999 in den Waadtländer Grossen Rat gewählt, sieben Jahre später in den Nationalrat.

Die mehrsprachige Politikerin - sie spricht fliessend Schweizerdeutsch, Italienisch und Englisch - war von 2009 bis 2016 Vizepräsidentin ihrer Partei. Zu ihren Stärken gehörten ihre Kompromissfähigkeit und ihre Fähigkeiten als Brückenbauerin, sagt Moret.

Im September 2017 gelang es ihr jedoch nicht, die Bundesversammlung bei der Bundesratswahl von sich zu überzeugen. Sie blieb mit 28 Stimmen weit hinter dem gewählten Ignazio Cassis und dem Zweitplatzierten Pierre Maudet zurück.

Kurz darauf führte Morets Steuersituation zu öffentlicher Kritik. Die Berufspolitikerin hatte fast zehn Jahre lang keine keine Steuerrechnung mehr erhalten. Als Grund gab sie ein komplexes Steuerdossier an, das insbesondere durch eine Scheidung erschwert werde. Sie habe nichts zu verstecken und einen Grossteil mit Akontozahlungen bezahlt, antwortete sie auf die Polemik.

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