20.06.2018 13:17
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Aargau
Müller Knecht will in Ständerat
Rund eineinhalb Jahre vor den nächsten nationalen Wahlen hat die SVP Aargau den ersten Pflock bereits eingeschlagen. Die Findungskommission der Partei schlägt Hansjörg Knecht als Ständeratskandidaten vor.

Damit unternimmt die Kantonalpartei einen zweiten Anlauf mit Knecht, ihren 2011 an die SP verlorenen Sitz in der Kleinen Kammer zurückzuerobern. Bei den Wahlen 2015 wurde Knecht erst im zweiten Wahlgang vom damaligen FDP-Präsidenten Philipp Müller geschlagen. Im ersten Wahlgang hatte Knecht mehr Stimmen auf sich vereint, als Müller.

Knecht gehört seit 2011 dem Nationalrat an. Von 1996 bis 2012 war er Mitglied des Grossen Rates. Der Müllereiunternehmer aus Leibstadt ist Präsident des Hauseigentümerverbandes Aargau. Es sei wichtig, dass auch in der kleinen Kammer nicht nur Berufspolitiker, sondern auch aktive Unternehmer vertreten sind, schreibt die SVP Aargau in einer Mitteilung vom Mittwoch.

Die Kandidatur von Hansjörg Knecht habe sich abgezeichnet, deshalb habe man ihn bereits jetzt schon vorgeschlagen, sagte Grossrat Rolf Jäggi, Präsident der Findungskommission, auf Anfrage. Es gebe keinen Grund, nicht auch auch zweites Mal mit Knecht anzutreten. Knecht muss an einem Parteitag der SVP Aargau noch offiziell nominiert werden. Ein Termin steht noch nicht fest. Die SVP Aargau will auch ihre möglichen Nationalratskandidaten schon im Dezember bestimmen und im Januar definitiv nominieren.

Die Ständeratswahlen im Kanton Aargau kündigen sich besonders spannend an, zumal Pascale Bruderer (SP) ihren Rückzug aus der Politik angekündigt hat. Wer die auch in bürgerlichen Kreisen populäre Politikerin ersetzen soll, steht noch nicht fest. Ob Philipp Müller nochmals antritt, muss sich auch noch weisen.

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