16.03.2020 19:34
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Gesundheit
«Nahrungsversorgung sichergestellt»
Der Bundesrat verfügt die weitgehende Abriegelung der Schweiz. Das öffentliche Leben wird fast vollständig eingeschränkt. Grund ist, dass die bisherigen Massnahmen zu wenig eingehalten wurden.

Gesundheitsminister Alain Berset hat die «einschneidenden Massnahmen für das Sozialleben» zur Bekämpfung des Coronavirus erklärt. Diese seien notwendig, um gefährdete Menschen zu schützen. Er warnte vor Panik: «Die Versorgung mit Nahrungsmitteln und Medikamenten ist sichergestellt.» Es sei nicht nötig, Notvorräte anzulegen, sagte Berset. Die Schweiz funktioniere weiterhin. «Das Leben geht weiter - langsamer und auf engerem Raum, aber es geht weiter.»

Die Epidemie werde andauern, sagte Berset weiter. «Die Situation wird sich verschlechtern, bevor sie sich verbessert.» Aber dass sie sich bessere, sei sicher. Dafür brauche es aber Massnahmen, die ruhig und bestimmt umgesetzt werden müssten. Berset appellierte an die Bevölkerung, die Solidarität zwischen den Generationen zu leben und Eigenverantwortung zu zeigen. «Abstand halten kann Leben retten.»

Kioske, Bahnhofschalter, Verwaltungen hätten nun geschlossen. Versammlungen aller Art seien verboten. Ausnahmen gibt es laut Berset nur wenige, etwa für Beerdigungen. Zudem dürften Kitas nur schliessen, wenn die Kantone andere Betreuungsmöglichkeiten zur Verfügung stellten.

«Wir müssen feststellen, dass die Massnahmen nicht einheitlich umgesetzt und nicht genügend eingehalten werden», sagte Gesundheitsminister Alain Berset vor den Bundeshausmedien. Er appellierte an alle Bevölkerungsgruppen und Generationen, sich nun daran zu halten. «Es gibt keine Alternative», sagte Berset.

Es gehe darum, die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen und Gesundheitseinrichtungen und die besonders verletzlichen Personen zu schützen. Diese rief er dazu auf, sich an die Regeln zu halten. «Bleiben sie zu Hause, soweit das möglich ist, vermeiden sie Kontakt mit anderen Personen«, sagte er.

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