27.02.2019 14:00
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Raumplanung
Neuenburger Richtplan genehmigt
Der Kanton Neuenburg hat seinen Richtplan überarbeitet, um die verschärften Anforderungen des revidierten Raumplanungsgesetzes zu erfüllen. Seine Bauzonen sind zu gross und müssen angepasst werden. Der Bundesrat hat den Richtplan am Mittwoch genehmigt.

Ausgehend von seinen eigenen Annahmen zur Bevölkerungsentwicklung dürfte der Kanton Neuenburg bis in 15 Jahren seine Bauzonen nicht vollständig ausgenutzt haben. Damit genügt er den Anforderungen des Raumplanungsrechts nicht. Neuenburg plant daher, seine Bauzonen bis 2023 um knapp 60 Hektaren zu verkleinern, wie es in einer Mitteilung des Bundesrats heisst.

Der Kanton Neuenburg hat sein «kantonales Raumkonzept» im Richtplan angepasst. Dieses geht von einer Bevölkerung von 205'000 Personen im Jahr 2040 aus. Der Kanton geht auch von einer wachsenden Zahl von Arbeitsplätzen aus. Dieses Wachstum soll vor allem den urbanen Raum und die Zentren ausserhalb - namentlich im Val de Travers - stärken.

Der überarbeitete Richtplan sieht auch vor, dass die Siedlungsentwicklung vor allem in Gebieten stattfindet, die durch den öffentlichen Verkehr gut erschlossen sind. Der Bund begrüsst die Absicht des Kantons, die Verbindungen zwischen den wichtigsten Zentren des Kantons mit einem leistungsfähigen S-Bahn-Netz zu verbessern.

Das revidierte Raumplanungsgesetz ist seit Mai 2014 in Kraft. Die Kantone haben noch bis Mai 2019 Zeit, ihre Richtpläne anpassen. Insbesondere müssen sie die Bauzonen so festlegen, dass sie dem voraussichtlichen Bedarf für 15 Jahre entsprechen. Einige Kantone sind deswegen gezwungen, Bauland wieder auszuzonen. Inzwischen haben 16 Kantone ihre Richtpläne an die neue Rechtslage angepasst.

SCHWEIZER BAUER
BEKANNTSCHAFTEN
DER SCHWEIZER BAUER AUF YOUTUBE