26.09.2017 06:36
Quelle: schweizerbauer.ch - sda/blu
Ständerat
NPZ: Ständerat will nicht sparen
Der Bund soll den Leistungsvertrag mit dem Nationalen Pferdezentrum Bern so anpassen, dass nicht nur Eigentum und Unterhalt eines Mindestbestands von 65 Reitpferden gewährleistet sind, sondern auch der Erhalt von damit verbundenen ausserdienstlichen Aktivitäten, zum Beispiel Kurse.

Hintergrund des Vorstosses von Ständerat Jean-René Fournier (CVP/VS) sind die Pläne des Bundesrates, die Zahl der Reitpferde der Armee von heute 65 auf 38 zu reduzieren. Die Obergrenze des Leistungsvertrags mit dem Nationalen Pferdezentrum Bern, das sich um deren Unterhalt kümmert, soll erheblich erheblich gesenkt werden, schreibt Fournier in seiner Motion. Die Obergrenze liegt derzeit bei 2,7 Millionen Franken pro Jahr. 

Eine solche Sparmassnahme würde zu Engpässen bei der Bereitstellung von Reitpferden für Kurse und Schulen führen, da nicht mehr genügend Pferde verfügbar wären, sollten einige der Pferde nicht einsatztauglich sein. Der Einsatz von Pferden bei ausserdienstlichen Aktivitäten wäre somit nicht mehr möglich. Es liege auch im Interesse der Armee, einen Mindesbestand an Pferden zu halten. Denn diese würden für die Ausbildung von Traintruppen, Armeeveterinären und Armeeveterinärinnen, aber auch in den Pferdeberufen benötigt, argumentiert der Walliser Ständerat. Die Mehreit seiner Ratskollegen sehen es gleich und stimmten der Motion von Fournier zu.

Aufgrund der mangelnden finanziellen Ressourcen lege das Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport VBS das Schwergewicht der finanziellen Mittel auf die Erfüllung des Auftrages der Armee. 38 Reitpferde sind dafür ausreichend und erlauben es, das Leistungsprofil der Armee zu erfüllen, antwortete der Bundesrat auf die Motion. Die Landesregierung beantragt die Ablehnung der Motion.

Das VBS hält fest, dass die Traintruppen der Schweizer Armee nicht infrage gestellt werden. Neben den Reitpferden stehen der Armee 150 Pferde der Schweizer Freibergerrasse zur Verfügung. Mit diesen 150 Freibergern bleibe die Förderung des Pferdes gewährleistet, eine Bestandesreduktion sei nicht geplant.

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