15.12.2017 10:59
Quelle: schweizerbauer.ch - blu/sda
Tierwohl
NR will effizientere Tierkontrollen
Der Nationalrat will weniger, aber bessere Tierhaltungskontrollen. Er hat eine Motion von SP-Nationalrätin Martina Munz (SH) stillschweigend angenommen.

Ihrer Meinung nach halten die meisten Betriebe ihre Tiere korrekt. Jene, die nicht beanstandet würden, sollten weniger kontrolliert werden, fordert Munz. «Die Ausnahmen bei Betrieben mit problematischer Tierhaltung sorgen hingegen immer wieder für Unmut. Solche Vorfälle erschüttern das Vertrauen der Konsumenten in die Schweizer Landwirtschaft und das Direktzahlungssystem nachhaltig», heisst es in der Motion von Munz.

Bei Betrieben mit problematischer Tierhaltung sollen deshalb mehr und auch unangemeldete Kontrollen durchgeführt werden können. So soll grundsätzlich der Anteil unangemeldeten Kontrollen auf den Risikobetrieben erhöht werden. Gemäss der Motion sollen die Überprüfungen vor allem in den Wintermonaten vorgenommen werden. Betriebe mit kurzfristigen Problemen (persönliche Probleme wie Krankheit usw.) sollen durch ein Interventionsnetzwerk in den Kantonen rasch identifiziert und sofortige Hilfestellungen zur Verbesserung der Tierhaltung angeboten werden.

Die Kontrollen bezüglich Tierschutz und Tierwohl sollen insgesamt effizienter und qualitativ besser werden. Die Gesamtheit der Kontrollen soll dabei verkleinert werden, fordert Munz. Der Bundesrat zeigte sich einverstanden mit dem Auftrag. Nun muss noch der Ständerat darüber entscheiden.

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