22.06.2016 17:16
Quelle: schweizerbauer.ch - blu/sda
OECD
OECD: Schweiz stützt Bauern am stärksten
Kein OECD-Land stützt seine Bauern stärker als die Schweiz. Im jüngsten Bericht über die Agrarzahlungen hat die Schweiz Norwegen vom Spitzenplatz verdrängt. 60 Prozent der landwirtschaftlichen Einnahmen kommen hierzulande vom Staat.

Gegenüber 2014 sind die öffentlichen Beihilfen in der Schweiz damit um 3 Prozentpunkte gestiegen, wie eine Studie der OECD zeigt, deren Ergebnisse am Mittwoch in der «Berner Zeitung» publiziert wurden. Einer der Gründe für das Ansteigen sieht die Organisation in der Erhöhung der Mittel für Exportförderung, dem Schoggigesetz. In den Jahren 1986 bis 1988 hatte dieser Anteil noch 78 Prozent betragen.

Die OECD hält fest, dass die Schweiz ihre Instrumente neu ausgerichtet habe und diese weniger marktverzerrend seien. Im Vordergrund stünden nun Direktzahlungen und nicht mehr preisstützende oder produktionsbasierte Massnahmen. Die OECD rät der Schweiz, weitere Schritte beim Grenzschutz zu unternehmen. Mit einer noch stärkeren Ausrichtung auf Direktzahlungen und evetuell strengeren Umweltvortschriften liessen sich die in der Verfassung beschriebenen Ziele erreichen.

Mehr Freiheit ermögliche es, gut aufgestellten Betriebe wettbewerbsfähiger zu machen. Eine starke Stützung verhindere den Strukturwandel nicht, sondern verzögere diesen lediglich, mahnt die OECD.

Insgesamt beliefen sich die staatlichen Zuschüsse für Landwirte im OECD-Raum zwischen 2013 und 2015 auf 538 Milliarden Euro (586 Mio. Fr.) . An der Spitze der Rangliste liegen nach der Schweiz und Norwegen, Island, Südkorea und Japan. Die 34 OECD-Länder erhalten im Schnitt 18 Prozent.

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