22.01.2018 18:03
Quelle: schweizerbauer.ch - lid
Freihandel
Perspektiven für Bauern schaffen
Bundesrat Schneider Ammann besuchte in Berlin die Internationale Grüne Woche, um Vertrauen für seine Wirtschaftspolitik zu schaffen und über alle Grenzen hinweg Austausch zu pflegen. Er will sich dafür einsetzen, dass die Schweiz im internationalen Umfeld auch in Zukunft gute Karten hat.

"Wir gehen durch einen Globalisierungs- und Digitalisierungs-Tsunami. Unsere Wohlstands- und Beschäftigungswelten kommen in Bewegung." Dies sagte Bundesrat Schneider-Ammann in Berlin gegenüber Journalisten. Deshalb will der Wirtschaftsminister alles unternehmen, dass die Schweiz in diesem Wirbelwind der sich neu definierenden Handelsbeziehungen obenauf bleibt.

Nichts gegen Bauern


Nach der Eröffnung des Schweizer Stands an der Grünen Woche suchte Bundesrat Schneider-Ammann das Gespräch mit dem deutschen Landwirtschaftsminister und einer Delegation von Schweizer Parlamentariern und Regierungsräten. Im anschliessenden Mediengespräch betonte der Bundesrat, er wolle für die Schweizer Wirtschaft und Landwirtschaft die Zukunft sichern und Perspektiven schaffen. Er habe nichts gegen die Bauern, im Gegenteil, es gehe ihm darum, Wege für die Zukunft bei verändertem Umfeld zu suchen.

Im Besonderen hat Schneider-Ammann Respekt vor einem baldigen Abschluss eines Handelsabkommens der EU mit dem lateinamerikanischen Handelsblock Mercosur. Es ist ihm ein Anliegen, dass die Schweiz nicht ins Hintertreffen gerät, wenn die EU mit dem Mercosur plötzlich handelseinig werden soll.

Angst kein guter Ratgeber

Gemäss dem Bundesrat ist es nur eine Frage der Zeit, bis das Handelsabkommen zwischen der EU und Mercosur zustande kommt. Ab dem Tag, an dem es in Kraft tritt würden Schweizer Anbieter gegenüber solchen in der EU massiv zurückgeworfen. Daher sei es wichtig, dass rasch vergleichbare Bedingungen hergestellt werden können, um nicht ins Hintertreffen zu geraten. Schneider-Ammann will auch sicherstellen, dass in Zukunft Wertschöpfung in der Schweiz stattfindet.

Zur Angst der Schweizer Bauern vor neuen Handelsabkommen sagte Schneider-Ammann, er verstehe sie und nehme sie ernst. Aber mit Angst sei man noch nie wohlbehalten in die Zukunft gegangen. In Berlin, wo sich gleichzeitig 71 Agrarminister aus aller Welt getroffen haben, betonte er: "Je früher und ehrlicher die Schweiz bereit ist, über die Herausforderungen des sich verändernden Umfeldes und neuer Handelsbeziehungen zu sprechen, umso besser können wir diesen begegnen und Bedingungen schaffen, mit welchen auch die Schweizer Bauern leben können."

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