11.01.2020 10:44
Quelle: schweizerbauer.ch - sal
Parteien
Pfister sagt nichts zu Bauern
Nationalrat Leo Müller (CVP, LU) und Andrea Gmür kandidieren laut dem «Blick» beide für den Fraktionsvorsitz der «Mitte»-Fraktion von CVP, BDP und EVP. Dabei wurde Müller als zu bauernfreundlich kritisiert. Parteipräsident Gerhard Pfister will sich

Mehrere Parlamentarier der Christlich-Demokratischen Volkspartei (CVP) haben sich nicht sehr christlich verhalten, als sie in der Zeitung «Blick» anonym gegen die Kandidatur von Agronom und Rechtsanwalt Leo Müller (CVP, LU) Stimmung machten.

Er sei zu bauernfreundlich, lautete der Tenor. CVP-Parlamentarier sagen zudem, die Bauern wählten ohnehin SVP. Es bringe der CVP nichts, wenn sie bei der Agrarpolitik 22+, dem Mercosur-Abkommen und der Trinkwasser-Initiative zum Sprachrohr der Landwirte werde. Mitbewerberin Andrea Gmür (CVP, LU) stehe dagegen für eine «moderne und urbane CVP».

Kann man jetzt in der CVP zu bauernfreundlich sein für höhere Ämter? Wo hat denn eine sogenannt moderne und urbane CVP bei den Wahlen Erfolge erzielt, wo doch ein Zürcher und der Waadtländer CVP-Sitz erst gerade verloren gingen? Wie wichtig ist die Landwirtschaft für die CVP?

Das wollte der «Schweizer Bauer» von CVP-Parteipräsident Gerhard Pfister wissen. Dieser stand für ein Interview aber nicht zur Verfügung. Die CVP sei seines Wissens im letzten Jahr als die bauernfreundlichste Partei beurteilt worden, so Pfister. Im aktuellen Umfeld wären Antworten auf die gestellten Fragen eine Parteinahme für Leo Müller, als Parteipräsident müsse er aber strikt neutral sein. 

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