28.06.2017 07:04
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Biodiversität
Rettungsplan für Biodiversität
Die Schweiz benötigt in den Augen von Biodiversitätsfachleuten dringend einen Rettungsplan für die biologische Vielfalt. Denn wertvolle Lebensräume verlören weiter an Qualität und die Bestände bereits seltener Arten würden noch mehr schrumpfen.

Über achtzig Fachleute aus Organisationen der Zivilgesellschaft haben sich am Dienstag an einer Tagung mit den Problemen auseinandergesetzt, wie aus einer Mitteilung von Pro Natura und BirdLife Schweiz hervorgeht. An der Arbeitstagung beschlossen sie, einen Rettungsplan für die Biodiversität in der Schweiz zu entwickeln. Denn bereits für Sommer 2014 habe Bundespräsidentin Dosis Leuthard einen Aktionsplan für den Erhalt der Biodiversität in der Schweiz angekündigt. Dieser lasse aber weiter auf sich warten.

Die Fachleute wollen deshalb dem Bund einen eigenen Vorschlag präsentieren, wie er das Artensterben und den Verlust der Naturräume stoppen könne. Sie wollen ihren Massnahmenplan nach einem Entwurf des Aktionsplans Biodiversität ausrichten, den das Bundesamt für Umwelt bereits 2013 in einem breitangelegten partizipativen Prozess hatte erarbeiten lassen. Die 110 Massnahmen sollen auf die 25 wichtigsten verdichtet und nach den Sommerferien Bundespräsidentin Leuthard vorgelegt werden.

Der Rettungsplan soll sowohl die öffentliche Hand als auch Wirtschaft, Forschung und Bildung ermutigen, dem Verlust der Lebensgrundlagen und der einheimischen Natur sinnvoll entgegenzuwirken. Denn dieser gefährde die Ökosysteme und ihre vielfältigen Leistungen für Mensch und Wirtschaft.

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