31.05.2015 16:44
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Wallis
Rhone: Milliardenprojekt umstritten
Am 14. Juni entscheiden die Walliser Stimmberechtigten über die dritte Rhonekorrektion. Beim Milliardenprojekt wird vor allem über die Kosten gestritten. Der Kanton rechnet mit einem Anteil von 120 Millionen Franken über die nächsten 10 Jahre.

Weitere 700 Millionen Franken zur Zähmung der Rhone soll über die kommenden Jahrzehnte der Bund beisteuern. Die Gesamtkosten des vom Walliser Kantonsparlaments deutlich angenommenen Projekts werden auf zwei Milliarden Franken während 20 Jahren geschätzt.Es wird von der CVP, der Unterwalliser SP, der FDP und den Grünen unterstützt. Der Bauernverband und die SVP ergriffen hingegen das Referendum. Sie befürchten Kosten von drei Milliarden Franken innert 30 Jahren.

Den Gegnern ist die Rhonekorrektur zu kostspielig für einen Kanton, der bereits in den roten Zahlen steckt. Sie kritisieren vor allem die vorgesehene Erweiterung des Flussbetts, die den Verlust von Landwirtschaftsland zur Folge hätte. Das Referendumskomitee verlangt stattdessen eine Verstärkung der Dämme und eine Absenkung des Flussbetts. Gemäss Schätzungen der Gegner dürfte dies eine Milliarde Franken in den kommenden sechs Jahren kosten.

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