29.12.2019 18:37
Quelle: schweizerbauer.ch - red
Bern
Rüegsegger ist für Transitplatz
Der geplante Transitplatz in Wileroltigen BE erhitzt die Gemüter. Während er von der SVP bekämpft wird, spricht sich Berner Bauernverbands-Präsident Hans Jörg Rüegsegger gegenüber der Zeitung "der Bund" für den Platz aus.

Das Referendum gegen den Transitplatz Wileroltigen kam mit 12'227 Unterschriften zustande. Gestern präsentierte Co-Präsident der Jungen SVP Kanton Bern das Sujet für den Abstimmungskampf.

Die Junge SVP wehrt sich gegen das Vorhaben des Kantons im 400-Seelendorf Wileroltigen für 3,3 Millionen Franken einen Transitplatz für ausländische Fahhrende zu bauen. Der Platz sei zu teuer und gegen den Willen der Gemeinde. Zudem löse er weder bestehende noch künftige Probleme mit Fahrenden. 

Für die Abstimmung am 9. Februar kann die Junge SVP auf die Unterstützung der Mutterpartei zählen. Nicht aber auf die der Berner Bauernschaft: Hans Jörg Rüegsegger, Präsident des Berner Bauernverbandes und SVP-Grossrat, spricht sich für den Bau aus.

«Ein fixer Transitplatz für ausländische Fahrende in Wileroltigen wäre ein wichtiger Schritt hin zur Entspannung der momentanen Ausgangslage», sagt er gegenüber "der Bund".

Rüegsegger gehe davon aus, dass mit einem neuen Platz die illegalen Besetzungen von Landwirtschaftsland durch Fahrende abnehmen würden. Die jetzige Situation sei «himmutruurig» und belaste viele Bauern stark, sagt er weiter.

Zusätzliche Handhabe gegen die illegalen Besetzungen erhoffe sich Rüegsegger vom Wegweisungsartikel des neuen Polizeigesetzes. Für Rüegsegger sei aber klar: «Ganz verhindern lassen sich Besetzungen auch in Zukunft nicht, aber man könnte besser reagieren.»

 

 

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