15.03.2016 06:38
Quelle: schweizerbauer.ch - lid
Sals
Sals: Liberalisierung schadet der Landwirtschaft
Die freihandelskritische Schweizerische Vereinigung für einen starken Agrar- und Lebensmittelsektor (Sals) wirft dem Bundesrat und der Bundesverwaltung vor, die Liberalisierung der Landwirtschaft voranzutreiben.

Auslöser der Kritik ist das landwirtschaftliche Verordnungspaket 2016, das noch bis Mitte April in der Anhörung ist. Das Bundesamt für Landwirtschaft schlägt darin vor, die Importkontingente von Speisekartoffeln künftig zu versteigern. Die Bindung an die Inlandleistung, wie es heute der Fall ist, würde entfallen. Die Sals lehnt eine solche Änderung ab, weil damit auch branchenfremde Händler Speisekartoffeln importieren könnten. Kritisiert wird zudem der Vorschlag, den Grenzschutz für Futtergetreide, darunter Mais und Triticale, zu senken.

Die Sals weist darauf hin, dass Freihandelsabkommen oft mit Kompromissen zulasten des Schweizer Agrar- und Lebensmittelsektors enden. Das Schoggigesetz habe der Bund an der WTO-Ministerkonferenz in Nairobi zu schnell aufgegeben. Die Sals befürchtet zudem, dass Schweizer Rapsöl infolge eines Freihandelsabkommens zwischen der Schweiz und Malaysia, das derzeit verhandelt wird, verdrängt werden könnte.

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