12.03.2020 07:01
Quelle: schweizerbauer.ch - blu
Abstimmung
SBLV steht hinter Jagdgesetz
Am 17. Mai kommt das revidierte Jagdgesetz zur Abstimmung. Das Parlament hat den Wolfsschutz stärker gelockert als der Bundesrat vorgeschlagen hatte. Der Schweizerische Bäuerinnen- und Landfrauenverband (SBLV) empfiehlt ein Ja zum Jagdgesetz.

Die Räte beschlossen im vergangenen Jahr, den Schutz der Wölfe und anderer Arten zu lockern. Die Behörden sollen die Bestandesregulierung erlauben dürfen, ohne dass Wölfe Schaden angerichtet haben und ohne dass zuvor Schutzmassnahmen ergriffen werden müssen. Auch in Jagdbanngebieten sollen Wölfe abgeschossen werden dürfen.

Gegen neue Jagdgesetz ergriffen Umwelt- und Tierschutzverbände das Referendum. In ihren Augen trägt das revidierte Gesetz dem Artenschutz zu wenig Rechnung.

Auch der Schweizerische Bäuerinnen- und Landfrauenverband (SBLV) hat zum Referendum Stellung bezogen. Der Verband empfiehlt ein Ja zum Jagdgesetz. «Der SBLV ist sich bewusst, dass der Schutz von gefährdeten Tierarten ein wichtiges Anliegen ist und diese Tiere ein Anrecht auf einen genügenden und geschützten Lebensraum haben», hält der Verband in den «News» fest.

Es sei aber ebenso so wichtig, dass sich Bewohner von Land- und Gebirgskantonen sicher fühlen können und sie mit ihren berechtigten Sorgen nicht alleine gelassen werden. «Ein möglichst konfliktfreies Nebeneinander von Menschen, Tier und Pflanzenwelt ist deshalb unbedingt anzustreben. Das neue Jagdgesetz schafft die Möglichkeit, in den an den stärksten betroffenen Kantonen die notwendigen Regulierungsmassnahmen bei Wildtieren zu treffen», teilt der SBLV mit.

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