10.06.2019 19:37
Quelle: schweizerbauer.ch - rh
Agrarpolitik
SBV fordert freiwilligen Verzicht
Sauberes Wasser ist wichtig: Der Schweizer Bauernverband (SBV) beschäftigt sich intensiv mit der Situation beim Grundwasser: Aktuell hielten 98 Prozent der Grundwasserfassstellen den extrem tiefen Anforderungswert von 0.0000001g/l ein.

Gemäss den Analysen der nationalen Grundwasserbeobachtung (NAQUA) finde man in den Proben meist die vier gleichen Wirkstoffe aus der Landwirtschaft respektive deren Metaboliten. Es sind dies Bentazon, Chloridazon, Fluopicolid und S-Metolachlor. Heute kommen diese im Ackerbau, vor allem bei Mais, Kartoffeln, Zuckerrüben oder Verarbeitungsgemüse, zum Einsatz. Ihre Anwendung in den Grundwasserschutzzonen 1 und 2 ist seit je verboten.

Der SBV will nun einen zusätzlichen Schritt machen, um die Rückstände aus der Landwirtschaft im Grundwasser weiter zu reduzieren. Er fordert die Bauern deshalb auf, die entsprechenden Wirkstoffe grundsätzlich nicht mehr einzusetzen und in jedem Fall auf eine Anwendung in der Grundwasserschutzzone 3 zu verzichten.

Die Landwirtschaft zeige damit, dass sie sich ihrer Verantwortung bewusst sei und an stetigen Verbesserungen arbeitet. Sie kann damit als Vorbild dienen: Denn im Grundwasser findet man neben zahlreichen anderen Spuren aus Industrie und Haushalt auch Rückstände von Arzneimitteln (47 Prozent der Proben) Bei denen sind im Gegensatz zu den Pflanzenschutzmitteln keine Maximalwerte im Grundwasser festgelegt, weshalb es nie zu Beanstandungen kommt. 

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