6.02.2015 06:41
Quelle: schweizerbauer.ch - lid
Handel
SBV fordert Handel zu Vernunft auf
Der Schweizer Bauernverband (SBV) wehrt sich dagegen, dass unter dem Deckmantel der Frankenstärke generell Druck auf die Produzentenpreise gemacht wird. Die Abnehmer von Agrarprodukten werden aufgefordert, trotz aktueller Preishysterie Vernunft walten zu lassen.

Die Preissituation in der Landwirtschaft sei bereits vor der Frankenaufwertung angespannt gewesen und insbesondere bei der Molkereimilch drohe nun der Preis auf ein absolut ruinöses Preisniveau von unter 50 Rappen pro Kilo zu fallen, schreibt der SBV in einer Medienmitteilung. Die Aufwertung des Frankens hat den Druck insbesondere bei Produkten mit hohem Exportanteil sowie solchen mit wenig oder ohne Grenzschutz verstärkt.

Die Aufhebung des Euromindestkurses habe jedoch keine Auswirkungen auf das Preisgefüge der Schweizer Produkte auf dem Heimmarkt, schreibt der Bauernverband weiter. Der SBV-Vorstand ruft deshalb die Abnehmer und den Handel zu Vernunft in der Preispolitik auf. Der starke Franken dürfe nicht dazu missbraucht werden, die Produzentenpreise für Schweizer Agrarprodukte generell zu drücken. Man wolle sich entschieden dagegen wehren, dass Verarbeitung und Handel die heisse Kartoffel einfach nach hinten weiter reichten, um die eigenen Margen zu halten.

Der SBV hat beim Bundesrat zudem ein Massnahmenpaket deponiert, das die Aufstockung der Schoggigesetz-Mittel um 45 Millionen, der Absatzförderung von Wein und Käse um 13 Millionen sowie 75 Millionen Franken zusätzliche Direktzahlungen zuhanden der Milchbauern umfasst. Weiter soll die Einfuhrregelung für Zucker sowie die Erhöhung des Grenzschutzes für Brotgetreide geprüft werden.

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