26.05.2014 17:16
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Bern
Schlachtviehmärkte: Lobag kritisiert BLW
Ab Juli 2014 gibt es für Tiere, die über die öffentlichen Märkte gehandelt werden, nur noch Beiträge und Importkontingente, wenn diese mindestens 161 Tage alt sind.

Trotz starken Anstrengungen sei es nicht gelungen, die Bestimmungen nochmals anzupassen, teilt der Berner Bauernverband Lobag mit. Das Engagement von Nationalrat Erich von Siebenthal (SVP) und Grossrat Hans Rösti sei leider nicht erfolgreich gewesen.

Die Lobag habe in vielen Gesprächen, u.a. mit Bundesrat Johann Schneider-Ammann, aufzuzeigen versucht, dass die Vermarktung von Tieren im Alter zwischen 120 und 160 Tagen einen wichtigen Betriebszweig für zahlreiche Betriebe darstelle, schreibt der Verband in einer Medienmitteilung. Laut Lobag liegen rund ein Drittel der über den öffentlichen Schlachtviehmarkt gehandelten Tiere in diesem Alter.

Die Lobag weist auch auf Widersprüche des Bundesamts für Landwirtschaft (BLW) hin. Einerseits werde von den Landwirten mehr Marktorientierung gefordert, andererseits würden gleichzeitig die Möglichkeiten dazu massiv beschnitten. Denn bisher konnte gemäss Lobag auf dem öffentliche Markt ein guter Produkteerlös realisiert werden. Diese Art von Arbeitsteilung in der Rindermast sei zudem ein wichtiges Elemente in der Zusammenarbeit zwischen Berg- und Talbetrieben, hebt die Lobag hervor.

Die Lobag bedaure den negativen Entscheid und bleibe aktiv am Thema dran, heisst es weiter.

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