20.04.2016 13:33
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Ernährung
Schweizer sollen umweltschonend essen
Wer in der Schweiz lebt, soll in Zukunft so einkaufen, essen oder bauen, dass er die natürlichen Ressourcen schont. Der Bund will mit Bildung und Kommunikation dazu beitragen, wie er in einem Bericht schreibt.

Der Bundesrat hat den Bericht «Grüne Wirtschaft» des Umweltdepartements UVEK am Mittwoch zur Kenntnis genommen. Darin zieht das UVEK Bilanz zum Aktionsplan «Grüne Wirtschaft 2013» und formuliert dessen Weiterentwicklung für die Jahre 2016 bis 2019.

Keine Kampagne zum Thema Food Waste

Handlungsbedarf sehen die Autoren unter anderem im Konsumverhalten der Bevölkerung. «Tagtägliche Konsumentscheidungen von einzelnen Personen, etwa im Bereich der Ernährung» hätten in der Summe «einen grossen Einfluss auf die Umweltbelastung der Schweiz», heisst es im Bericht.

Damit das Verhalten ökologischer wird, will der Bund die Konsumenten über Bildung und Kommunikation sensibilisieren. «Dadurch werden ressourcenschonende Kauf- und Nutzungsentscheide gefördert und die Kenntnisse über das Kauf- und Nutzungsverhalten der Bevölkerung verbessert.» Dies gilt insbesondere für die Ernährung, aber auch für ökologische Aspekte beim Bauen. Aus finanziellen Gründen verzichtet der Bund allerdings auf eine breite Kampagne zum Thema Food Waste.

Kreislaufwirtschaft anstreben

Das Parlament hatte Ende des vergangenen Jahres Änderungen im Umweltschutzgesetz abgelehnt, mit welchen der Bundesrat den Verbrauch natürlicher Ressourcen senken wollte. Die Änderungen waren als indirekter Gegenvorschlag zur Initiative «Grüne Wirtschaft» gedacht, welche Regierung und Parlament ablehnen.

Umweltministerin Doris Leuthard hatte sich in der Debatte enttäuscht gezeigt. Das Thema werde das Parlament wieder einholen, prognostizierte sie, «der Ressourcenverbrauch ist dermassen intensiv, dass wir in Probleme geraten». Die Schweiz produziere europaweit die grösste Abfallmenge pro Kopf: «Wir müssen von einer Wegwerfwirtschaft wegkommen zu einer Kreislaufwirtschaft.»

Über die Initiative wird das Stimmvolk entscheiden.

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